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NWZonline.de Sport

Selbst im Urlaub nicht zu stoppen

20.10.2017

Oldenburg /Oldenburger Land Nach Plan trainieren, sich nach Plan ernähren, ein gemeinsames Ziel verfolgen: Am kommenden Sonntag, 22. Oktober, endet die NWZ-Sportaktion „Lauf geht’s“. Mehr als 400 Teilnehmer werden beim Oldenburger Halbmarathon beziehungsweise beim Zehn-Kilometer-Lauf antreten. In den letzten sechs Monaten haben sie darauf hintrainiert. Wie geht es den Teilnehmern, rund sechs Monate nach Aktionsbeginn? Die NWZ hat sich umgehört.

Neues ZIel in Frankfurt

„Bis Ende 2015 bin ich zwischendurch immer mal gelaufen, aber nie so intensiv wie jetzt“, sagt die 40-jährige Tanja Heinemann aus Oldenburg. Wegen ihrer Kinder habe sie pausiert, erzählt sie, „und dann habe ich irgendwie den Hintern nicht mehr hochbekommen“. Bis sie den Aufruf zu „Lauf geht’s“ in der Nordwest-Zeitung gesehen hat. „Mir war sofort klar: Das ist mein Ziel, das ich brauche, um wieder in die Puschen – äh, Laufschuhe – zu kommen.“ Heute, ein halbes Jahr später, stellt sie fest, dass sie dieses Ziel erreicht hat. Sie habe ohne „Lauf geht’s“ wahrscheinlich immer noch nichts gemacht oder wenn, dann nur wenig und wahrscheinlich falsch, sagt die Oldenburgerin rückblickend. Die 40-Jährige wollte mehr machen, wollte auch außerhalb der Aktion sportliche Kontakte knüpfen. „Ich habe dann einfach immer mehr gemacht, um zu sehen, ob es geht und es hat funktioniert. Durch diese Aktion habe ich die ,Oldenburg-City.Runners’ kennengelernt, die ich sonst wohl nie kennengelernt hätte.“ Mit ihnen hat Tanja mittlerweile einige Wettkämpfe gemeistert. „Sie begleiten mich auf meinem Weg und unterstützen mich tatkräftig.“ Die 40-Jährige hat noch ein Ziel: „Der krönende Abschluss für 2017 wird für mich der Marathon in Frankfurt sein, den ich in einer 4er-Staffel laufe.“ Beim Lauf in Bremen konnte sie ihre Zeit auf zehn Kilometern noch einmal um fünf Minuten verbessern.

„Eins kann ich sicher sagen: Das Projekt hat es geschafft, mich wieder mit Freude zum Laufen zu bringen“, sagt Sabine Meyer – obwohl sie beim Halbmarathon nicht mitmachen kann. Die 50-jährige Oldenburgerin startete das Projekt gemeinsam mit ihrem Mann Hartmut. Nachdem sie den Jever-Fun-Lauf „mit großem Spaß und für mich sehr erfolgreich abgeschlossen“ hat, diagnostizierte man kurze Zeit später einen Ermüdungsbruch im Fersenbein. „Seitdem habe ich absolutes Laufverbot und darf am Halbmarathon leider nicht teilnehmen.“

Der Jever-Fun-Lauf im August war die Zwischen-Etappe für die „Lauf geht’s“-Teilnehmer: Dort meisterten sie gemeinsam den Zehn-Kilometer-Lauf.

Dass Sabine am Sonntag nicht teilnehmen kann, mache sie traurig, denn: „Ich war super motiviert und hatte große Lust auf die Herausforderung.“ Sobald sie grünes Licht bekomme, wolle sie die Laufschuhe wieder schnüren. „Ich werde auf jeden Fall am 22. Oktober an der Strecke stehen und alle Teilnehmer anfeuern.“

Lauf-Erfahrungen habe sie vorher nicht gehabt, berichtet die 48-jährige Petra Hillje aus Oldenburg. Für sie allerdings kein Grund, nicht an der Aktion teilzunehmen: „Als ich davon erfahren habe, war es für mich sofort klar, dass ich dabei sein möchte.“ Mit „Lauf geht’s“ habe sie ein gutes Gefühl und „sogar Blut geleckt“. Allerdings gab es für Petra zunächst einen Dämpfer: Nach den ersten Wochen musste sie aufgrund einer Verletzung fünf Wochen pausieren. Sie machte danach motiviert weiter. „Pünktlich zum Zehn-Kilometer-Lauf in Schortens war ich dann wieder fit und war sehr stolz auf mein Ergebnis.“ Selbst im Urlaub möchte sie nicht auf Sport verzichten. „Es macht mir sogar Spaß und auch auf Norderney wurden die Laufschuhe angezogen.“ Nicht nur ihre Fitness änderte sich, auch die Zahl auf der Waage: Fünf Kilo habe sie bisher abgenommen.

Laufen auf Rhodos

Neben dem Trainings- gehört auch ein Ernährungsplan zum Programm. Die Teilnehmer bekommen unter anderem ein Rezeptbuch von Dr. Wolfgang Feil, dem wissenschaftlichen Leiter von „Lauf geht’s“, an die Hand. Auf dem Plan stehen: Abends kaum Kohlenhydrate, viel Gewürzquark und Eier, und dazu jeden Tag ein Löffel Ackerschachtelhalm.

„Auch ich bin schon des Öfteren gelaufen und auch ich habe meist im Winter wieder aufgehört“, sagt Sabine Porath. Dann im Frühjahr ist die 53-jährige Oldenburgerin wieder gestartet – auch oft zu schnell, wie sie selbst sagt –, hat bei schönem Wetter trainiert und bei schlechtem auf den inneren Schweinehund gehört. „Von der Laufgehts-Aktion war ich sofort begeistert, weil ich dachte: Wenn ich jetzt unter fachkundiger Aufsicht endlich den richtigen Einstieg bekomme, werde ich es schaffen, auch in der dunklen Jahreszeit mein Trainingsstandard zu halten.“ Auch wenn sie den Halbmarathon nicht laufen wird, hat sie sich für den Zehn-Kilometer-Lauf entschieden. Die letzten Trainingstage verbringt Sabine in ihrem Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos. „Ich trainiere auch hier bei circa 25 Grad noch ein wenig.“ Ihr Flieger landet am Samstag gegen 23 Uhr in Bremen, am nächsten Morgen geht es direkt zum Lauf. Die fast 22 Kilometer hat sie aber trotzdem nicht aus den Augen verloren – denn den Erfolg, den sie allen Läuferinnen und Läufern wünscht, habe sie ja vielleicht im nächsten Jahr beim Halbmarathon?

Redaktionell und mit einem Blog wird „Lauf geht’s“ von Mathias Freese, Sophie Schwarz und Verena Sieling begleitet. Weitere Informationen gibt es im Internet unter


     www.nwz-lauf-gehts.de 

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