Oldenburg - Das Umwelthaus – ein Ort, an dem Natur- und Umweltverbände heute gemeinsam aktiv werden. Noch vor wenigen Jahrzehnten war dieses Engagement keine Selbstverständlichkeit.

Erst in den 70er- und 80er-Jahren entwickelte sich ein Umdenken in Sachen Umwelt, schildert Thomas Günther, Vorsitzender des Umwelthauses, die Entwicklung. Die Folge: das Aufkommen einer weltweiten Umweltbewegung, gleichzeitig Die Initialzündung zur Bilder der Naturschutzverbände in Oldenburg. Und dann war da noch der Kampf gegen den geplanten Ausbau der Landesstraße 65 durch die Bornhorster Wiesen, gegen den die Oldenburger letztendlich erfolgreich protestierten.

Doch die Anfangszeit des Umwelthauses war begleitet von einem Problem – es gab kein Haus. Ein Trägerverein musste her, der die Räumlichkeiten bieten kann und die Verbände unterstützt. 1991 ergriffen Friedrich Bornsiep und Werner Hagenbrock die Initiative zur Gründung des Vereins „Umwelthaus Oldenburg“. Drei Jahre später wurden passende Räume im Kulturzentrum PFL gefunden.

Heute weist das Umwelthaus ein breites Spektrum von Verbänden auf – wie zum Beispiel den Naturschutzbund, ein Verband für den Arten- und Biotopschutz. Oder „Greenpeace“, die sich neben vielen anderen umweltrelevanten Themen auch für innovative Energiekonzepte einsetzen.

Ein besonderes Anliegen für den Vorsitzenden ist die Auseinandersetzung mit dem Bienen- und Insektensterben. Zum Thema Klimaschutz sagt Günther: „Viele Jahre wurden nicht genutzt, um etwas zu unternehmen.“ Er fordert eine bessere internationale Zusammenarbeit. Ein lokales Problem sei zudem die Versiegelung etlicher Grünflächen durch die Bautätigkeit. Ein Gegenbeispiel hat er auch gleich zur Hand – „Urban Gardening“, zu Deutsch „städtischer Gartenbau“. Dieses moderne Konzept beinhaltet die Fassadenbegrünung von Gebäuden oder das Anlegen von kleinen Gemüsegärten auf dem Dach. Günther ist überzeugt, dass so auch das Stadtklima verbessert wird.

Wenn es um Bildung geht, ist das Umwelthaus ebenfalls aktiv: Der Verein beteiligt sich an spannenden Aktionen für das Programm des Ferienpasses und arbeitet mit dem „Park der Gärten“ zusammen, der ein vielfältiges Angebot für Schulklassen bietet. Auch nach 25 Jahren erkennt Thomas Günther großes Potenzial im Umwelthaus: „Es ist hilfreich, um Expertise zu bündeln.“ Das Umwelthaus diene als Sammelpunkt für Experten jeder Art, die ihre Kenntnisse an andere weitergeben. Jeder profitiert und ist um weiteres Wissen reicher.

Gefeiert wird das Umwelthaus-Jubiläum vom 11. bis 22. September mit einem abwechslungsreichen Programm (siehe Infokasten).