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Oldtimer Glänzende Klassiker vor Schlosskulisse

Thorsten Kuchta

OLDENBURG - Als am Freitagabend die Oldtimer über den Rundkurs durch die City röhrten, mussten die Oldenburger mit Distanz-Blicken vom Straßenrand auf die automobilen Schätzchen vorliebnehmen. Am Sonntag wurden jene, die gern genauer hinsehen, massiv entschädigt: Zum ersten „Concours d’Elegance“ in der Stadt rollten gleich 20 edle Autos der Baujahre 1900 bis 1970 auf den Schlossplatz.

Nach dem City-Grand-Prix und der 19. Rallye Graf-Anton-Günther war es das dritte Augenfest des Wochenendes für Freunde der Klassiker. Der MSCO und das Autohaus Rosier hatten das Treffen mit Mediengestaltung Jordan gemeinsam organisiert – und der Ruf reichte bis Dänemark. Von dort reiste Harry Lund mit einem DKW-Einsitz-Renner aus dem Jahr 1928 an.

„Best of Show“ und damit der Gesamtsieger wurde aber ein jüngeres Modell. Die Jury aus Oldtimer-Experten – darunter der Oldenburger Maybach-Sammler Fritz Hardach – fand den Alfa Romeo 2500 SS Cabrio von Heiko und Ilka Seekamp (Bremen) aus dem Jahr 1951 am schönsten. Publikumssieger wurde ein älteres Semester: Der Mercedes 320 Cabrio A von Hermann und Sophie Ulferts aus Zwischenahn von 1938.

Doch auch neben den Siegern gab es viel zu sehen. Einen Jaguar E von 1962, viele opulente Mercedes-Benz, darunter diverse Flügeltürer, einen röhrenden Lamborghini Miura (1969) von dem es weltweit nur 140 gibt, die pferdelose Kutsche von De Dion (1900) mit 3,3 PS und ein „Hupmobil Speedster“ von 1928, ein Rennwagen in wespengelb.

Der MSCO-Vorsitzende Heino Klostermann zog am Sonntagabend eine positive Bilanz: „Wir sind zufrieden – und das Wichtigste: Es gab keinen Unfall.“

Beim City-Grand-Prix standen am späten Freitagabend Michael Müllmann und Claudia Binder auf ihrem Bentley 3-8 von 1925 als Gesamtsieger fest. Bei der 19. Rallye Graf Anton Günther am Sonnabend siegten Klaus und Karin Steffens aus Hameln mit ihrem Jensen Interceptor Convertible von 1974.

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