OLDENBURG - Einer der ehemaligen Zweitligaspieler des VfB Oldenburg, die an diesem Sonntag als Vorspiel der Oberliga-Spitzenpartie gegen Altona 93 auf eine Auswahl ehemaliger polnischer Nationalspieler treffen, wird Thomas Möller sein. Der 40-Jährige, der mit seiner Familie Tochter Lucia wurde am 11. März 2008 geboren in Timmendorf lebt, ist dem Fußball weiterhin eng verbunden. Darüber hinaus hat er die Familie des seit 16 Jahren im Wachkoma liegenden ehemaligen VfB-Spielers Jerzy Hawrylewicz in der Vergangenheit wiederholt vielfältig unterstützt.
So war es für Möller nicht nur eine Selbstverständlichkeit, dass er in dem Benefizspiel für Hawrylewicz aktiv mitwirkt, sondern er unterstützte Robert Kowalewski und Anja Cölsch auch tatkräftig bei der Zusammenstellung der VfB-Auswahl. Pflegt er doch nach wie vor enge Kontakte zu den ehemaligen VfBern. So empfahl er auch dem VfB die Verpflichtung von Torjäger Erkan Kilicaslan, der unter seiner Regie beim VfR Neumünster spielte. Ebenso legte er dem Spieler den Oldenburger Traditionsverein ans Herz.
Nachdem Möller zum Ende der Saison 2006/2007 beim ehemaligen Oberligisten VfR Neumünster als Trainer ausgeschieden war, widmete er sich seinem Studium zum Sportfachwirt. Zwei Jahre lang war er als Trainer in Schleswig-Holstein tätig. Ich denke schon, dass ich bewiesen habe, dass ich mit wenig Geld viel erreichen kann. So habe ich auch eine intakte Mannschaft zurück gelassen, blickt Möller zurück. Zuvor hatte der Inhaber der Trainer-A-Lizenz mit Strand 08 die Verbandsliga-Meisterschaft gewonnen. Erste Erfahrungen als Trainer sammelte er in Oldenburg beim SV Eintracht (Kreisliga).
Angefangen mit dem Fußball hat Möller bereits im Alter von sechs Jahren beim SV Beckum. Nach dem Umzug der Familie nach Hannover spielte er in der Jugend von Arminia Hannover und schaffte dort auch als einsatzfreudiger Defensivspieler den Sprung in die erste Herrenmannschaft. Es folgte der Wechsel zu Arminia Bielefeld.
1989 kam er erstmals zum VfB Oldenburg und stieg unter Spielertrainer Wolfgang Sidka in die zweite Bundesliga auf. Diese Zeit möchte ich nicht missen. Es war meine schönste Zeit als Fußballer. Ich bin noch heute stolz darauf, dass ich auf dem legendären VfB-Platz an der Donnerschweer Straße spielen durfte. Und mit einem leichten Schmunzeln erinnert er sich noch an sein Verbot, zu stürmen: Wolfgang Sidka und Rudi Assauer hatten für mich ein Stoppschild an der Mittellinie errichtet.
Im Sommer 1992 wechselte Möller zu Eintracht Braunschweig. Die weiteren Stationen waren SV Beckum, VfL Herzlake, VfB Lübeck, FC Gütersloh und VfB Leipzig. Er kehrte dann noch einmal für kurze Zeit zum VfB zurück, musste aber aufgrund eines Adduktorenabrisses seine aktive Laufbahn vorzeitig beenden. Danach erwarb Möller seine Trainer-Lizenz und beteiligte sich an zahlreichen Hilfsaktionen nicht nur für Jerzy Hawrylewicz.
Für die nahe Zukunft hat sich Möller zum Ziel gesetzt, wieder als Fußball-Trainer zu arbeiten. Es sollte schon ein Verein mit guten Perspektiven sein, lautet seine Zielsetzung.
