OLDENBURG - OLDENBURG/AS - Große Worte und nichts dahinter? Das gilt sicher nicht für den Universitätssegelclub Oldenburg (USCO). Denn im Vordergrund steht für den Verein – so heißt es auf seiner Homepage – „die Ausbildung und die Arbeit mit Kindern“. Und diesen hehren Vorsatz setzten die Segler nun wieder einmal in die Tat um: Sie veranstalteten auf dem Bornhorster See eine Regatta mit 26 gehörlosen und schwerhörigen Schülern.

Die Kinder und Jugendlichen besuchen das Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte in Oldenburg (LBZH) und das Förderzentrum Hören in Bremen. LBZH-Lehrerin Hanne Boyn – gleichzeitig sehr aktiv im Segelclub – hatte den Kontakt der Schulen zum USCO geknüpft. Und der Verein stellte für die Regatta gleich mehrere Bootstypen zur Verfügung: So segelten die Schüler nicht nur in „Anfänger-Booten“ (Optimisten), sondern auch mit Splash oder Jolle. Und einige Teilnehmer erhielten – dank des Engagements der USCO-Mitglieder Hero Dirks und Manfred Grünjes – sogar eine Einführung auf einem Laser.

„Im Vordergrund stand bei der Regatta natürlich nicht der sportliche Wettkampf“, so Hanne Boyn. „Vielmehr ging es darum, den Kindern und Jugendlichen erste Segel-Erfahrungen zu ermöglichen und ihnen die Freude an diesem Sport zu vermitteln.“ Darüber hinaus wurde den Schülern ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur näher gebracht – zum Beispiel nicht in die Uferzone oder ins Schilf zu fahren. Da die Schüler beim Segeln ihre Hörgeräte nicht tragen konnten, gaben Boyn und ihre Kollegen sämtliche Anweisungen in Gebärdensprache.

Zum Abschluss des gelungenen Tages wurde gemeinsam gegrillt, ehe sich die Kinder und Jugendlichen geschafft, aber zufrieden auf den Heimweg machten.

Der Segelclub im Internet

www.usco-online.de