OLDENBURG - Die 25-Jährige spielt für den RSC Oldenburg. Als Youngster bekam sie schon viel Spielzeit.

Von Henning Busch

OLDENBURG - Schon mit der Nominierung für die deutsche Frauennationalmannschaft im Rollstuhl-Baskteball war für Alke Behrens vom RSC Oldenburg ein Traum in Erfüllung gegangen. Nun hat die 25-Jährige bei ihrem EM-Debüt im französischen Lille gemeinsam mit ihren neuen Teamkameradinnen noch einen drauf gesetzt: Die deutsche Auswahl machte durch den 66:39-Finalsieg gegen die Niederlande als erstes Team überhaupt den Titel-Hattrick perfekt.

Allerdings wurde Deutschland seiner Favoritenrolle im Endspiel erst im Schlussviertel perfekt, als es dank der besseren Physis und zahlreichen erfolgreich abgeschlossenen Fastbreaks immer häufiger im Korb der Holländerinnen einschlug.

„Das war ein riesiges Erlebnis“, war bei Behrens auch nach ihrer Rückkehr die Freude über das Erreichte noch lange nicht verflogen. Zumal das deutsche Trainergespann Peter Richarz und Holger Glinicki auch ihrem Youngster das volle Vertrauen schenkten. „Da ich vor der EM erst ganz kurzfristig zur Mannschaft gestoßen bin, hatte ich mir vorab keine großen Spielanteile ausgerechnet – ich war froh, überhaupt dabei zu sein“, gibt die Zetelerin zu. Letztlich allerdings durfte sie bis auf eine Ausnahme in jedem Spiel des EM-Turniers ihr Können unter Beweis stellen.

„Sie hat in der Tat mehr Spielzeit bekommen als erwartet, ihre Sache aber sehr gut gemacht“, lobt ihr Oldenburger Heim- und Landestrainer Harald Fürup vom Rollstuhl-Sportclub Oldenburg. Nach dem Erreichten kann sich Behrens nun vorerst mit dem RSC wieder voll dem Ligabetrieb in der Oberliga widmen. Doch auch auf internationaler Ebene hat sie noch viel vor.

Schließlich hat sich die deutsche Nationalmannschaft mit ihrem fünften Titelgewinn insgesamt direkt für die Weltmeisterschaft im Rollstuhl-Basketball 2006 in Amsterdam qualifiziert. Behrens: „Da will ich natürlich wieder dabei sein.“