OLDENBURG - Ein Weltrekord im Langstreckenstaffelschwimmen war das Ziel von zehn Leistungsschwimmern aus ganz Deutschland in Osnabrück. Mit dabei war auch Piet Schlörmann vom Polizei SV. Er unterbot mit seinen Kollegen klar die bisherige Bestmarke der SG Dortmund über die 100 000-Meter-Distanz.
Das Team um den zehnfachen Weltmeister im Freiwasser-Langstreckenschwimmen und frisch gekürten „Schwimmer des Jahres“ in Europa, Thomas Lurz (Würzburg), musste im Wechsel jeweils 100 Mal 100 Meter schwimmen. Lurz war der „Motor“ der Weltrekordstaffel. Neben Schlörmann waren zudem Andreas Waschburger aus Saarbrücken (WM-Teilnehmer über 25 Kilometer), Jan Wolfgarten (mehrfacher deutscher Medaillengewinner über die langen Freistilstrecken aus Würzburg), der Göttinger Marcel Jercyk sowie Sven Stallkamp, Jeremy-Jay Krogull-Hull, Niclas Mellies, Michael Dimitriev aus Osnabrück und der Stuttgarter Andreas Schäfer mit dabei.
Gemeinsam schafften sie die Strecke in 16 Stunden, 32 Minuten und 27,09 Sekunden, blieben damit mehr als eine Stunde unter der bisherigen Bestmarke der Dortmunder (17 Stunden und 43 Minuten) und sicherten sich so den angestrebten Platz im „Guinness Buch der Rekorde“. Der neue Rekord dürfte sicherlich lange Bestand haben.
Schlörmamn erzielte eine Durchschnittszeit von 59,1 Sekunden pro 100 Meter. Damit war der 17-jährige Mittel- und Langstreckenspezialist aus Oldenburg eine der großen Stützen der Mannschaft. Nach mehr als 16 Stunden Wettkampf reichte die Kraft allerdings nicht mehr für eine ausgiebige Feier des neuen Weltrekordes.
