OLDENBURG - OLDENBURG - Es war etwas neblig gestern Morgen an der Maastrichter Straße, und trotzdem schien die Sonne – über der fußballerischen Zukunft Oldenburgs. Oberbürgermeister Gerd Schwandner vollzog den ersten Spatenstich für das Jugendleistungszentrum des VfB und setzte damit zugleich einen weiteren Pfeiler unter das Projekt „Sport-Freizeit-Meile auf dem Freigelände der Weser-Ems-Halle“.

In sensationell schnell anmutenden anderthalb Jahren wurde aus ersten Planungen, die Initiator Thomas Grigoleit bei VfB-Vorständler Jörg Rosenbohm vorstellte, ein Vorhaben, das bereits Ende 2007 realisiert sein dürfte. „Alle haben uns toll unterstützt“, sagte Rosenbohm, der namentlich Ex-OB Dietmar Schütz für seine große Hilfe bei der Bauplatzsuche dankte. Was auch einen gewissen Hintersinn hatte: „Die einzelnen Teile der Sportmeile sollen schon zueinander passen“, weiß Grigoleit um das städtische Konzept.

Die über 180 jungen Spieler (Altersklassen U 9 bis U 19) können sich – anders als in früheren VfB-Jahren – darauf verlassen, dass die Pläne auch zügig umgesetzt werden. Als Sponsor der Jugendarbeit bis zunächst 2010 konnte man die Öffentlichen Versicherungen gewinnen, die sich mithin auch am Bau des Leistungszentrums beteiligen werden. 400 000 Euro sind für die Herstellung des zweistöckigen Gebäudes (Umkleiden, Sanitärräume, Schulungsräume, Büros) und der Freianlagen erforderlich, weitere 120 000 Euro für den jährlichen Betrieb. Eine Nachschubbasis für die aufstiegswillige erste VfB-Männermannschaft zu schaffen, ist eben nicht kostenlos zu haben. „Wir finden diese Idee großartig“, betonte Horst Schreiber, Vorstandsmitglied der Öffentlichen. „Man kann sich sogar eine spätere Weiterentwicklung zum Internat für Fußball, Handball und Basketball vorstellen.“

Das Thema „Stadion neben der Weser-Ems-Halle“ war gestern übrigens keines. „Wir reden nur über greifbare Pläne“, hieß es.

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