Oldenburg - Der VfB Oldenburg hat am Montag die Reißleine gezogen und Chefcoach Dietmar Hirsch von seinen Aufgaben entbunden. Mit dem 45-jährigen Fußballlehrer geht auch Eric Meissner. Die anderen beiden Co-Trainer, Ronny Klause und Marvin Kruse, bleiben dagegen und sollen nach NWZ-Informationen vorerst mit Sportdirektor Ralf Voigt das Training beim Tabellen-13. der Regionalliga Nord leiten.
Hirsch hatte den Verein im September 2015 übernommen. Damals stand der Regionalligist auf dem ersten Tabellenplatz, musste in der zweiten Saisonhälfte aber den VfL Wolfsburg II vorbeiziehen lassen und verpasste als Zweiter die Relegation zur 3. Liga.
In der vergangenen Saison reichte es für den VfB nur zum achten Rang. Die aktuelle Spielzeit begann für das Team mit einem umjubelten 2:0 im Landespokal gegen Drittliga-Aufsteiger Meppen. Danach kehrte Ernüchterung ein. Dem Pokal-Aus bei Oberligist Spelle (1:2) folgten enttäuschende Ligaduelle in Lübeck (0:2) und gegen Rehden (0:0). Dass das mühevolle 2:1 vor einer Woche bei Altona 93 nur ein kleines Zwischenhoch war, zeigte sich im Heimspiel am Freitag gegen die bis dahin sieglose U 23 von Eintracht Braunschweig (1:2).
„Wir sind zurzeit davon überzeugt, dass das so ist“, hatte Sportdirektor Voigt am Sonntag auf die Frage, ob Hirsch die Mannschaft noch erreicht, gesagt und hinzugefügt: „Sollte es irgendwann nicht mehr der Fall sein, so werden wir sicher handeln.“ Dieser Fall ist nun ganz schnell eingetreten.
