OLDENBURG - Nach einem halben Jahr konkrete Ergebnisse formulieren? „Nein, das wäre zu viel verlangt“, meinen Sportdezernent Martin Schumacher und Sportprofessor Jürgen Dieckert unisono, wenn es um die Zwischenbilanz der Arbeit am Sportentwicklungsplan geht. Tendenzen sind aber allemal schon auszumachen.

Eine davon wird den Oldenburgern gar nicht gefallen: „Die Stadt wird zwar gern als Radfahrerstadt bezeichnet, doch bis wir das offizielle Gütesiegel dafür erhalten, muss sich noch einiges tun“, meint Dieckert. In Sachen Reitsport dagegen sieht er für die einstige Pferdestadt Oldenburg einen „Hoffnungsschimmer, wenn man einmal die Angebote im nahen Umland miteinbezieht“. Und auch die Idee, einen Wanderplan aufzustellen, hat Freunde gefunden: „Im Amt für Stadtgrün macht man sich bereits Gedanken über richtige Wanderwege“, hat Dieckert erfahren.

Das ganz große Problem des Oldenburger Sports aber ist und bleibt das Marschwegstadion – und auch für diese Anlage soll der Sportentwicklungsplan eine Lösung finden. Sanieren oder die Nutzungen des Stadions auf andere Anlagen verlagern, so lauten die Alternativen. „Wir geben jetzt ein Gutachten in Auftrag, das darlegen soll, was eine Sanierung des Stadions kostet und was eine Verlagerung“, kündigt Schumacher an und ist auf das Ergebnis selbst gespannt.

Überhaupt wird viel vom Sportentwicklungsplan erwartet. „In welcher Stadt wollen wir leben? Wie viel Spitzensport können wir uns leisten?“, will Schumacher vom Masterplan Sport erfahren.

Jürgen Dieckert möchte zudem auch die derzeitige Qualität bei Angebot und Anlagen gesichert sehen. „Oldenburg ist auf einem hohen Niveau, das gilt es zu wahren. Und wenn wir dann noch Vorbilder wie den Uni-Sport, die neuen Hallen in Etzhorn und Osternburg oder die Bewegung ,Kids aktiv’ unterstützen, ist der Sportentwicklungsplan wahrlich effektiv.“