OLDENBURG - Toller Erfolg für die Veranstalter des Frauensporttags. 336 Teilnehmerinnen nutzten am Sonnabend das vielseitige Kursangebot. Beim letzten Frauensporttag vor zwei Jahren waren es fast 100 Frauen weniger.

Zum vierten Mal konnten sich Frauen ab 16 im Bereich des Hochschulsports an der Universität unter dem Motto „Ausprobieren – Kennenlernen – Mitmachen“ in verschiedenen Sportarten testen. „So viele Teilnehmerinnen hatten wir noch nie. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen“, sagt Monika Reckemeyer, Organisatorin des Frauensporttags und Vorstandsmitglied vom Stadtsportbund. Manche Kurse seien an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen.

Das städtische Frauenbüro bot zusammen mit dem Stadtsportbund und dem Hochschulsport mehr als 30 Schnupperkurse an. „Manchmal sind Frauen beim Sport lieber unter sich. Vor allem beim Schwimmen und bei Entspannungsübungen wollen sie keine Männer dabei haben“, sagt Reckemeyer.

Das vielfältige Angebot der 17 beteiligten Sportvereine beinhaltete auch weniger bekannte Bewegungs- und Sportarten wie Qi Gong, Cricket und Kampfsport-Aerobic. „Man braucht keine Erfahrungen. Wir haben qualifizierte Übungsleiterinnen, die Einweisungen geben und helfen“, sagt Kornelia Ehrhardt, Frauenbeauftragte der Stadt.

Auch Anemone Köhte wusste vorher noch nicht, was sie beim Rollstuhlbasketball erwartet. „Ich spiele ab und zu Basketball. Aber ich wollte mal wissen, wie das ist, wenn man dabei im Rollstuhl sitzt. Jetzt habe ich gemerkt, dass man auch Sport machen kann, wenn man gehbehindert ist“, sagt die 16-Jährige. „Und morgen habe ich bestimmt Muskelkater in den Armen“, schließt sie an.

Der Frauensporttag findet seit 2002 alle zwei Jahre statt. Die Idee dazu kam von Kornelia Ehrhardt und Monika Reckemeyer und wurde vom Landessportbund Niedersachsen ausgeweitet. „Frauen dürfen hier viele Sportarten ausprobieren, und wenn es ihnen gefällt, können sie im Verein weiter machen“, sagt Svea Schroeder, Schirmfrau der Veranstaltung und Sportlerin des Jahres 2006.