OLDENBURG - Im Jahr 2000 waren die Wiesenflächen neben der Weser-Ems-Halle (WEH) eine Spielwiese für Planer acht Jahre später könnten die theoretischen Überlegungen zur Nutzung des Geländes Realität werden. Unter dem Titel Freizeitmeile Oldenburg hat die Iven & Feeken Projektentwicklung GbR eine Konzeption vorgelegt, die die alten Pläne der Stadt aufnimmt und weiterentwickelt. Iven & Feeken genießen in Oldenburg einen ausgezeichneten Ruf, u.a. haben sie die Heiligengeisthöfe geplant.
Im Zentrum des Projekts soll aber ein Bauwerk stehen, das viele Oldenburger erst heutzutage herbeisehnen: ein neues Stadion. Richtig ausgedrückt: eine Multifunktionsarena, die für Fußballspiele geeignet ist, korrigiert Projektentwickler Bernd Feeken und verweist auf ähnliche Arenen z.B. in Halle/Westfalen.
Dass der VfB eines Tages die Spiele im modernen (und regenfreien) Umfeld austragen könnte, ist nur ein Nebenprodukt der Planung. Ausgangspunkt war vielmehr die Überlegung, die Nähe zum Veranstaltungszentrum für eine Kulturhalle zu nutzen, die Freizeit, Konzert, Veranstaltung und Erlebnisgastronomie miteinander verbindet und das Angebot der Weser-Ems-Halle ergänzt, sagt Feeken.
Die Kulturhalle, gebaut direkt am künftigen Berliner Platz neben der EWE Arena, gilt den Planern als Eingang zur eigentlichen Freizeitmeile entlang der Senke auf dem Gelände. Hier stellen sie sich einen großen See vor, der diversen Wassersportarten vorbehalten ist (z.B. Wasserski, Wakeboard und künstliche Kajakstrecke), und davor einen Sandstrand für Familie, Sport und Erholung. Weitere Bausteine der Freizeitmeile im Grüngürtel unterm Kramermarkt-Areal sind eine Beachvolleyball-Halle, eine Surfanlage unter Dach sowie ein großer Skater-/Bikerbereich.
Dazwischen unmittelbar vor der ehemaligen Eislaufhalle soll die Fußball-Arena stehen, der wohl stärkste Magnet für die Freizeitmeile, die auf intensiven Publikumszuspruch angewiesen ist.
50 Millionen Euro (25 Millionen ohne Stadion) müssen potenzielle Investoren aufbringen, um die ebenso kühnen wie attraktiven Pläne umzusetzen. Interesse gibt es schon, sagt Feeken, jeder möchte aber zunächst wissen, wie teuer das städtische Grundstück sein wird. Billig wird es sicher nicht: Das WEH-Gelände steht teils auf einer Hausmülldeponie, teils werden Altlasten der Bahn vermutet eine teure Entsorgung ist unumgänglich.
