OLDENBURG - Seit Jahren kämpft der Oldenburger Verein Playground e.V. um eine Skate-Anlage in Oldenburg, jetzt könnte der Wunsch Wirklichkeit werden. Die Iven & Feeken Projektentwicklung GbR hat einen Skatepark als weiteren Baustein in ihr Konzept für die „Freizeitmeile Oldenburg“ südlich der Weser-Ems-Halle eingearbeitet, das am Mittwoch, 14. Januar, im Sportausschuss vorgestellt wird.

Im Zentrum des Projektes steht (die NWZ berichtete) eine „Multifunktionsarena, die für Fußballspiele geeignet ist“, so Projektentwickler Bernd Feeken. Eine davor gelagerte Kulturhalle direkt neben der EWE-Arena gilt den Planern als Eingang zur eigentlichen Freizeitmeile entlang der Senke auf dem Gelände. Hier stellen sich die Planer einen großen See vor, der verschiedene Wassersportarten ermöglichen soll (zum Beispiel Wakeboard, Wasserski und Tretbootmeisterschaften), und einen Strand für Familie, Sport und Erholung. Neben dem See soll eine Wildwasseranlage mit Kanuslalomstrecke entstehen.

Die Idee einer Skate-Anlage ist nachträglich in das Konzept eingearbeitet worden, sehr zur Freude von Michael Hinrichs, Vorsitzender des Vereins Playground, der sich um die Förderung der bei Kindern und Jugendlichen beliebten Sportarten Skateboard und BMX kümmert. Seit 2002 betreibt der Verein eine Skatehalle in Aurich, zu der mangels Trainingsmöglichkeiten vor Ort von Oldenburg aus regelmäßig Fahrten angeboten werden. „Seit 15 Jahren suchen wir für die 1000 aktiven Skateboard- und BMX-Sportler in Oldenburg eine geeignete Einrichtung“, sagt Hinrichs.

In dem Skatepark in der „Freizeitmeile Oldenburg“, zu der neben einer Halle und einer Betonaußenanlage eine BMX-Race-Strecke und eine sogenannte Dirtanlage gehören soll, sieht er eine optimale Lösung für den Breiten- und Profisport, auf deren Realisierung er im Laufe des Jahres 2010 hofft.

Die Projektentwickler Iven & Feeken planen das Multifunktionsstadion neben Fußball auch noch für andere Sportgroßereignisse. Auch Veranstaltungen wie die Oldenburger Pferdewoche könnten dort stattfinden.

50 Millionen Euro müssten Investoren für die Gesamtanlage aufbringen (25 Millionen ohne Stadion). Knackpunkt bei den bisherigen Planungen: Das WEH-Gelände steht teils auf einer Hausmülldeponie, teils werden Altlasten der Bahn vermutet – eine teure Entsorgung ist unumgänglich.