Oldenburg/Stenum - Es ist zur Zeit wie verhext beim VfL Stenum: Die Bezirksliga-Fußballer führten bei der Zweitvertretung des VfB Oldenburg – wie auch schon in den drei Partien zuvor – mit 1:0, kassierten am Ende jedoch die vierte Niederlage in Folge. Das Team von Trainer Thomas Baake unterlag am Samstagnachmittag letztlich unglücklich mit 1:2 (1:0) und verspielte damit bereits 20 Punkte nach Führung in dieser Saison. In der Tabelle rutschte der VfL auf Rang zwölf ab.

„Das Engagement und die Leistung haben gestimmt, wir hätten uns nur belohnen müssen. Aber es fehlt immer der letzte Punch“, haderte Baake nach dem Schlusspfiff und konstatierte: „Wir sind momentan in einer Ergebniskrise.“ Dabei brachte der VfL die Hausherren durch frühes Gegenpressing zu Beginn in Verlegenheit und belohnte sich mit dem Führungstor: Maximilian Klatte eroberte die Kugel nach einem missglückten Rückpass und schob gekonnt aus halbrechter Position zum Stenumer 1:0 ein (7. Minute) – ein Start nach Maß für die Gäste.

„Wir sind gut ins Spiel gekommen, aber Oldenburg ist anschließend offensiver geworden. Leider haben wir einige Kontersituationen nicht gut ausgespielt“, analysierte Baake, der kurz vor dem Seitenwechsel tief durchatmen musste: Nach einem Stenumer Ballverlust in der Vorwärtsbewegung traf Oldenburgs Jonathan Matondo mit der letzten Aktion des ersten Durchgangs den Pfosten (45.).

Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste besser aus der Kabine: Lennart Höpker schoss den Ball nach einer feinen Kombination aus zehn Metern über den Kasten (55.). „Da müssen wir das 2:0 machen, dann wäre Oldenburg wohl nicht wiedergekommen“, berichtete Baake.

Drei Minuten später antwortete schließlich der VfB mit dem Ausgleich durch Tshomba Luvumbu Oliveira, nachdem Stenum eine Ecke unzureichend klärte (58.). In der Folge wurden die Gastgeber zunehmend gefährlicher und drehten die Begegnung durch einen abgefälschten, aber nicht unhaltbaren Distanzschuss von Christopher Kant sogar komplett (77.).

„Anschließend ist meine Mannschaft aber nicht eingebrochen und hat – anders als in der vergangenen Woche gegen Obenstrohe – gut auf den Gegentreffer reagiert“, betonte Baake. Ole Braun läutete die Stenumer Schlussoffensive ein, indem er aus halbrechter Position an VfB-Keeper David Daroczi scheiterte. Auch Frederik Dittmar konnte Daroczi mit einem auf das Tor gezogenen Eckball nicht überwinden, ehe ein Schuss des eingewechselten Rouven Heidemann auf der Linie gerettet wurde – mit dem Abpfiff war das Schicksal der Stenumer besiegelt.

„Ein Remis wäre heute vielleicht leistungsgerecht gewesen, aber der Sieg schmeckt natürlich besser. Der Erfolg war glücklich, aber nicht unverdient“, resümierte VfB-Coach Marco Elia. „Wir müssen jetzt die Kräfte sammeln und uns über die Vorbereitungsspiele das Selbstvertrauen zurückholen“, fordert Baake. „Die Winterpause kommt uns sicherlich gelegen.“