OLDENBURG - In den Herbstferien haben 20 hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler des Landesbildungszentrums für Hörgeschädigte ihre spanische Partnerschule in Madrid besucht, um gemeinsam weiter an ihrem europäischen Comenius-Projekt zu arbeiten. Die Partnerschaft mit der Hörgeschädigten-Schule „Colegio Tres Olivos“ besteht seit 2005.
Für die 13- bis 17-Jährigen geht es um das Kennenlernen und Erforschen der regionalen Spielekultur in Oldenburg und Madrid. Im Februar hatten spanische Kinder hier Boßeln und Klootschießen gelernt (die NWZ berichtete), jetzt durften die deutschen Kinder spanische Spiele wie Rana (Frosch) oder La pita (Schlag-/Schleuder-Spiel) kennenlernen.
Zu den Höhepunkten der neuntägigen Reise zählten der Besuch des Estadio Santiago Bernabeu von Real Madrid, der Besuch des königlichen Schlosses und der großen Militärparade anlässlich des Nationalfeiertags „El dia de la Hispanidad“ mit einem Blick auf König Juan Carlos und Königin Sofia. Der wichtigste Höhepunkt war aber ein Empfang in der deutschen Botschaft in Madrid. Protokollchefin Daniela Vogel würdigte ausgiebig das Comenius-Projekt. Das Spanien-Engagement der hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen aus Oldenburg sei ein Teil der Völkerverständigung und der Zusammenarbeit in Europa. Symbolisch für das Thema „Regionale Spielekultur“ erhielt die Botschaft einen norddeutschen Schleuderball mit den Unterschriften aller Mitreisenden. Schulleiter Manfred Isstas sagt: „Wir haben über die gemeinsame Arbeit nun ganz intensiven Kontakt zu der spanischen Schule. Daraus sind bereits Freundschaften fürs Leben geworden.“
