OLDENBURG - OLDENBURG - Weil der dänische Erstligist GOG Gudme zwei Wochen vor Turnierbeginn urplötzlich absagte, verfehlte das Organisationsteam um Michael Brand das Ziel, jedes teilnehmende Land nur durch eine Mannschaft repräsentieren zu lassen. Doch von einem Ersatz kann man bei Nachrücker SPR Lublin kaum reden – es handelt sich um den polnischen Doublegewinner. Auch sonst kann sich das Teilnehmerfeld sehen lassen.
Buxtehuder SV: Zum zehnten Mal dabei, präsentiert der Bundesligist sieben neue Spielerinnen – davon eine aus Oldenburg: Maren Eckert, zuletzt beim VfL II in der Zweiten Liga aktiv, will es unter Trainerin Heike Axmann ins Erstliga-Tor schaffen. Fehlen wird dagegen Susanne Henze, die gegen den dänischen Erstligisten Esbjerg (28:24) am Knie verletzte und bis in den Herbst hinein ausfallen wird.
SPR Lublin: Im Finale 2005 noch Ligakonkurrent Danzig unterlegen, beherrschte das ehemalige Montex Lublin daraufhin die polnische Liga und gewann den Pokal. Auch Sabina Wlodek, zuletzt zur besten Turnier-Spielerin gewählt, ist dabei.
AZS AWFis Danzig: Das Team des polnischen Nationaltrainers Jerzy Cieplinski muss gleich drei Nationalspielerinnen ersetzen, von denen die Neu-Leipzigerin Karolina Kudlacz sicherlich am meisten vermisst wird. Doch weiterhin ist der Dritte der vergangenen Saison stark genug, um im Titelkampf eine gute Rolle zu spielen. Vorher will Danzig in Oldenburg den Vorjahreserfolg bestätigen.
Kniaz Milos Arandjelovac: In dem Ex-Club von VfL-Neuzugang Milica Danilovic präsentiert sich erstmals ein serbischer Verein in Oldenburg. 2005/06 scheiterte der aktuelle Champions-Liga-Teilnehmer erst in Runde drei des EHF-Cups knapp an Baysen IL (Norwegen).
Galyschanka Lviv: Bereits zum fünften Mal nimmt das Team aus einer der schönsten Städte der Ukraine am Wunderhorn-Turnier teil. Der Meisterschafts-Zweite wird wie Danzig vom Nationaltrainer gecoacht: Leonid Ratner führte die Ukraine bei den Olympischen Spielen in Athen auf den Bronzerang.
Van der Voort-Quintus: Der holländische Doublegewinner ist im Durchschnitt erst 19 Jahre alt und besitzt damit das wohl bisher jüngste Team im Feld. Kapitänin Maura Visser (21) führte Holland 2005 bei der WM auf den fünften Platz – 2007 wird sie wohl spätestens im Ausland spielen.
H.C.M. Roman: Nach dem Viertelfinal-Aus 2005 gegen Turniersieger Danzig lief es auch in der rumänischen „Liga Nationale“ nicht gut. Doch mit neun neuen Spielerinnen, darunter vier Nationalspielerinnen, will Trainer Liviu Paraschiv neu angreifen. Auch in Oldenburg.
