Oldenburg - Wird die Tischtennis-Saison 2020/21 schon bald endgültig für beendet erklärt? Eine offizielle Entscheidung dazu gibt es noch nicht, mittlerweile deutet aber – zumindest für die Klassen unterhalb der Oberliga – alles darauf hin. In einer Video-Konferenz, in der der für den Spielbetrieb von der Verbandsliga abwärts zuständige Landesverband TTVN ein Stimmungsbild von den Vertretern der Kreis- und Bezirksverbände einholen wollte, sprachen sich in der vergangenen Woche etwa 95 Prozent der Kreise für einen Saisonabbruch aus.
„Das Stimmungsbild einzuholen und dann doch anders zu entscheiden, das wäre ja eher eine Farce“, meint Ralf Kobbe, Vorsitzender des TuS Wahnbek und des Kreisverbandes Ammerland. Da der Stadtverband Oldenburg wegen terminlicher Probleme nicht direkt vertreten war, Wahnbek aber am Spielbetrieb des Stadtverbandes teilnimmt, hatte Kobbe in Personalunion auch diesen vertreten – allerdings ohne bei der Abstimmung für die Stadt zu sprechen.
Das Ergebnis sei aber sowieso im Sinne der Oldenburger ausgefallen, bestätigt Hans-Malte Hanne, zweiter Vorsitzender des Stadtverbandes. „Gespräche mit Vereinsvertretern haben gezeigt, dass kaum jemand davon ausgeht, die Saison beenden zu können. Selbst bei einer Verlängerung bis Ende Juni hielte ich selber das auch für naiv“, erklärt Hanne. Schon aufgrund des Trainingsrückstandes könne man ja nicht sofort durchstarten, selbst wenn die Corona-Zahlen den Spielbetrieb wieder zulassen sollten. „Das Bestreben sollte eher sein, dass bis zum Sommer wenigstens wieder Training in allen Vereinen stattfinden kann“, findet Hanne.
Der TTVN lotet aber auch die Möglichkeiten alternativer Spielformate für die Frühlings- und Sommermonate aus. Im Raum stehen freiwillige Spielrunden mit kleineren Teams, gegebenenfalls auch vereinsübergreifend. Dazu soll, wenn es möglich ist, der Individualspielbetrieb wieder anlaufen – zum Beispiel bei TTVN-Race-Turnieren. „Auf Kreisebene werden wir solche alternativen Runden sicher nicht realisieren können“, glaubt Hanne. Der Vorstand habe aber bereits darüber diskutiert, vielleicht den Kreispokal im Sommer noch zu Ende zu spielen. „Natürlich nur, wenn das verantwortungsvoll möglich ist, und dann alles freiwillig, ohne Strafen für Nichtantreten“, betont er.
