OLDENBURG - Bubi Scholz und Floyd Patterson boxten in der Stadt. Auch Amateur-Kämpfe hatten großen Zulauf.

Von Heinz Arndt

OLDENBURG - Von rund 4000 Karten für den Box-Abend am Sonnabend, 4. März, in der EWE-Arena sind bereits knapp 3300 verkauft. „Wir knüpfen nahtlos an die Oldenburger Box-Tradition an", freut sich Jan Wartemann, Geschäftsführer der Weser-Ems-Halle, der schon im Oktober beim ersten Boxabend „volles Haus“ melden konnte.

Oldenburg und die Weser-Ems-Halle hatten schon in den 50-er Jahren dank der großen Erfolge der Box-Staffel des VfB Oldenburg einen Ruf als Box-Hochburg Norddeutschlands. „Wir hatten damals bis zu 3000 Zuschauern“, erinnert sich Heinrich Hamann, Oldenburgs Boxer-Urgestein. Allein Box-Legende Bubi Scholz trat dreimal in Oldenburg an. Ganz besonders war der Kampf am 2. März 1957 gegen den Franzosen Francisco Frances. Der Berliner siegte durch KO. Dieser Kampf führte Scholz zurück ins große Boxgeschäft. Box-Größen wie Lothar Abend, Eckhard Dagge, Horst Benedens, Peter Weiland, Bernd August und Norbert Grupe alias Prinz von Homburg stiegen in

Oldenburg in das Seilgeviert. Floyd Patterson kam zu einem Schaukampf.

Amateur- Kämpfe in der alten Nordland-Halle hatten rund 700 Zuschauer. Das Besondere laut Hamann: der Geruch nach Schwein wegen der vielen Veranstaltungen des Schweinezuchtverbands.

Gekämpft wurde auch in der Halle der Fleischwarenfabrik, der OTB-Halle und der Reichsbahnturnhalle an der Karlstraße. Selbst auf dem VfB-Platz Donnerschweer Straße wurden Kampftage veranstaltet – und in der Gaststätte „Clubhaus“ gegenüber dem Platz, im Gesellschaftshaus „Union" an der Heiligengeiststraße, im Astoria, im Zillertal, in der Grünen Eiche in Osternburg, im Gesellschaftshaus Wöbken in Hundsmühlen und im Müggenkrug an der Elsflether Straße.