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NWZonline.de Sport

Triathlon-Duo beißt in Transsilvanien zu

17.07.2019

Oldenburg /Târgu Mures Sengende Hitze, eklige Wasserpflanzen, Siegerehrung in mittelalterlicher Atmosphäre: In Transsilvanien haben Kai Sachtleber und Olaf Geserick ihrer Reise durch die Triathlon-Weltgeschichte ein außergewöhnliches Kapitel hinzugefügt. In der rumänischen Region, wo der legendäre Vlad III. Draculea geherrscht haben soll, der den irischen Schriftsteller Bram Stoker wohl zur Romanfigur Dracula inspiriert hat, holten die Weltenbummler vom 1. TCO „Die Bären“ vier EM-Medaillen und genossen das besondere Flair der diesjährigen Multisport-Europameisterschaften.

Mittelalterspektakel

„Die Siegerehrung fand am Abend im Rahmen der Abschlussfeier inklusive Mittelalterspektakel im mittelalterlichen Schloss in Târgu Mureșs statt“, erzählte Sachtleber. Die 130 000-Einwohner-Stadt (ihr deutscher Name: Neumarkt am Mieresch), die nördlich des möglichen Dracula-Geburtsortes Sighisoara (Schäßburg) liegt, war Mittelpunkt der diesjährigen Multisport-EM in Transsilvanien (Siebenbürgen). Wie 2018 auf der spanischen Balearen-Insel Ibiza wurden hier Sprint-, Kurz- und Crossduathlon, Mitteldistanz- und Crosstriathlon sowie Aquathlon und Aquabike ausgerichtet.

Die beiden TCO-Athleten nahmen zunächst am Freitag den Aquathlon in Angriff und mussten bei der Streckenbesichtigung am Tag zuvor die erste tückische Gegebenheit feststellen. Beim Abschwimmen der 1000 Meter in einem abgetrennten Teil des Flusses Mures (Sachtleber: „Ähnlich der Mühlenhunte“), stellte sich heraus, dass es aggressive Wasserpflanzen gab, die zu vielen juckenden Kratzern führten, die auch Tage später noch nicht verheilt waren.

„Zum Glück wurde in der Nacht vor dem Wettkampf Frischwasser aus der Mures nachgefüllt, so dass am Freitag der Wasserspiegel ungefähr 80 Zentimeter höher war und die Wasserpflanzen kein Problem mehr darstellten“, erläuterte Geserick, der bei 25 Grad Wassertemperatur in der dritten Startgruppe mit allen Ü-50-Männern auf Platz eins schwamm. Nach einem zügigen Wechsel baute er seinen Vorsprung mit einem guten 5-Kilometer-Lauf in 18:27 Minuten aus und verteidigte erfolgreich seinen AK-50-Titel von Ibiza.

Volle Energie

Eine Stunde später als Geserick (Jahrgang 1968) ging Sachtleber (1971) den Wettbewerb mit allen Ü-40-Starterinnen an. Nachdem sie als Viertplatzierte auf die Laufstrecke gewechselt war, überholte sie rasch eine Kontrahentin, wusste aber nicht genau, wie viele AK-45-Rivalinnen vor ihr lagen. „Ein Überblick war nicht einfach“, meinte die TCOerin, die aber letztlich Zweite ihrer Klasse wurde.

Nach der Siegerehrung im Schloss und einem Tag Erholung stand am Sonntag der Mitteldistanztriathlon in Sângeorgiu de Pădure (St. Georgen auf der Heide) auf dem Plan. Dort waren 1,9 Kilometer im Wasser, 83 Kilometer auf dem Rad und 20 Kilometer auf der Laufstrecke zu meistern.

Geschwommen wurde bei diesem Wettbewerb im ebenfalls 25 Grad warmen Bezid-Stausee. Auch diesmal stieg Geserick als Führender seiner Startgruppe aus dem Wasser, wurde aber auf der viermal zu fahrenden 20-Kilometer-Radrunde mit insgesamt fast 900 Höhenmetern entlang des Sees am letzten Wendepunkt vom gleichaltrigen Briten Pete Eggelston überholt.

„Ab da galt es, noch einmal das letzte Quäntchen Energie aufzubringen, um den Abstand vor dem Wechsel zum Laufen nicht zu groß werden zu lassen“, erklärte Geserick, der schließlich mit etwas mehr als 40 Sekunden Abstand vom Zeitfahrrad stieg.

Schon am ersten von mehreren Wendepunkten auf der unter der brennenden Sonne viermal zu bewältigenden 5-Kilometer-Runde in Sângeorgiu hatte der TCO-Athlet den Briten eingeholt, lief eine Zeit lang gemeinsam mit Eggelston, setzte sich dann aber ab. In 4:17:31 Stunden verteidigte er auch hier am Ende souverän mit 1:42 Minuten Vorsprung seinen Titel von Ibiza.

Italienerin nicht zu halten

In der übernächsten Startgruppe stieg Sachtleber als Zweitplatzierte der AK 45 hinter der Britin Corinne Moss aus dem Wasser. Auf der Radstrecke wurde sie von der Italienerin Elisabetta Villa überholt, die auf der Laufstrecke der TCO-Athletin knapp 13 und Moss sogar fast 16 Minuten abnahm. Sachtleber lief mit einer Gesamtzeit von 4:46:05 Stunden sicher auf Rang drei hinter Villa (4:27:45) und Moss (4:37:49) nach Hause und durfte im Schloss damit ebenfalls ihre zweite Medaille in Empfang nehmen.

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Jan-Karsten zur Brügge Redakteur / Sportredaktion
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