OLDENBURG - Die weltbesten Rhönradturner messen sich im schweizerischen Baar. Von diesem Mittwoch an bis Sonnabend werden 24 Turnerinnen und Turner bei den achten Röhnradturn-Weltmeisterschaften ihr Können unter Beweis stellen. Für die deutsche Auswahl ist der 20-jährige Hendrik Strauß von der SG Schwarz-Weiß Oldenburg dabei.
Nach seinem Abitur im Jahr 2008 am Wirtschaftsgymnasium in Oldenburg absolviert Hendrik Strauß derzeit in Düsseldorf eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Dem soll sich möglicherweise ein betriebswirtschaftliches Studium anschließen. „Durch die Ausbildung muss ich mit dem Training, das ich derzeit in Wuppertal beim Bergischen TV absolviere, ein wenig zurück stecken. Daher gehe ich auch nicht mit ganz großen Erwartungen in die WM. Ein Finalplatz in der Musikkür wäre aber schon schön. Letztlich ist es von der Tagesform abhängig, zumal nur zwei aus Deutschland in das Finale kommen“, sagt er.
Laut Strauß habe sich das sechs Athleten starke deutsche Team zuletzt deutlich verbessert. Bei seinem ersten WM-Start im Männerbereich erreichte der Oldenburger 2007 die Silbermedaille in der Musikkür. Zuvor hatte er sich bereits im Jugendbereich die Vizeweltmeisterschaft gesichert. In diesem Jahr sind noch Starts beim Deutschen Turnfest sowie bei den deutschen Rhönradturn-Meisterschaften eingeplant.
Seit seinem zehnten Lebensjahr ist Hendrik Strauß im Rhönradturnen aktiv. „Ute Reitmeyer, heute noch Rhönradturnen-Abteilungsleiterin in der SG Schwarz-Weiß, brachte mich als meine Sportlehrerin zum Rhönradturnen. Zuvor hatte ich Handball gespielt“, erinnert er sich. Unter Reitmeyers Regie hat er sich stetig entwickelt und zählt heute zu den besten Rhönradturnern Deutschlands.
Der Kontakt mit Ratgeberin Reitmeyer ist weiterhin eng. Seine Zukunft sieht Strauß in ähnlicher Position. Er war selbst schon als Trainer aktiv, diese Aufgabe will er fortführen.
