OLDENBURG - Die „Sunblocker“ setzten sich gegen elf Teams durch. Technik und Taktik sind wichtige Bestandteile des Laufspiels.

Von Ole Rosenbohm

OLDENBURG - Die Scheibe segelt durch die Luft, beschreibt einen weiten Bogen. Ein Verteidiger springt ins Leere, ein weiterer verliert das Sprungduell mit dem Angreifer in der Endzone. Dieser fängt den Frisbee, sein Team geht 1:0 in Führung.

Ultimate Frisbee kommt nicht nur in dieser Szene spektakulär daher. Es vereinigt fast alles, was den Reiz einer Mannschaftssportart ausmacht und dürfte noch viele Freunde gewinnen. Fünf Spieler (auf großem Feld sieben) stehen sich gegenüber und versuchen, die Scheibe mittels Freilaufen und Passspiel in die gegnerische Endzone zu verfrachten. Mit dem Spielgerät darf aus-, aber nicht weitergelaufen werden. Körperkontakt ist gänzlich untersagt. „Ein freundlicher Sport“, meint ein Teilnehmer.

Womit er einen wichtigen Baustein des Spiels angesprochen hat: Fairness. Ein Schiedsrichter ist nicht nötig und wird folglich auch nicht eingesetzt. Bei dem bereits dritten Turnier dieser Trendsportart am Wochenende auf dem Gelände der Carl-von-Ossietzky-Universität mit Teams aus Norddeutschland und Holland wären Streitigkeiten auch nicht gut angekommen. Bilden doch nach jedem Spiel beide Teams einen Kreis und verharren mehrere Minuten Arm in Arm. Das Unverständnis der Nichteingeweihten klärt Mitorganisator Tobias Düring von den Oldenburger „Sunblockern“ auf: „Sie machen sich gegenseitig Komplimente und scherzen rum.“

Daneben beherrschen Taktik und Technik das Laufspiel, bei dem beide Geschlechter in den Mannschaften stehen. Grundtechniken des Frisbeewerfens gepaart mit vor den Angriffen abgesprochenen taktischen Variationen sollen für Punkte sorgen. Auf der anderen Seite versucht die verteidigende Mannschaft, zumeist mit Mann-, selten mit Raumdeckung den Spielzug zu unterbinden. Eine entfernte Verwandtschaft zu Basketball oder American Football besteht durchaus.

Die besten Spielzüge des Turniers zeigten die ausrichtenden „Sunblocker“. Zweiter wurden „Indiscutabel“ aus Münster. Dass es sich mit elf Teams um das größte Turnier seiner Art im Norden handelte, ist ob der geringen Popularität des Sports nicht weiter verwunderlich.

Ab dem 24. April, 19.30 Uhr, wird jeden Montag auf dem Außensportgelände der Universität in Wechloy gespielt. „Wer Lust hat, ist willkommen“, sagt Düring.

www.frisbee.uni-oldenburg.de