Oldenburg/Vechta - Die Nachricht erreichte die zwölfjährige Lily Warren im Skiurlaub: Vom 25. bis 27. Mai 2018 darf die Voltigiererin von der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO) beim „Preis der Besten“ in Warendorf starten – zusammen mit Longenführer Sven Henze und Erfolgspferd Capitano. „Ich war völlig aus den Häuschen, als ich davon erfuhr“, erzählt die Gymnasiastin.
In der westfälischen Pferdestadt treffen sich einmal im Jahr die besten deutschen Nachwuchsreiter und -voltigierer. Die neben den Deutschen Jugendmeisterschaften wichtigste Nachwuchsveranstaltung bietet den Bundestrainern einen ersten Überblick über den aktuellen Leistungsstand.
Über einen Sichtungsweg war Lily die Qualifikation gelungen: Erst im Februar hatte die Akrobatin ihre Leistung vor Landestrainer Helmut Koop zeigen müssen. Der gab grünes Licht für eine weitere Sichtung in Vechta: Dort saß unter anderem Bundestrainerin Ulla Ramge in der Jury und richtete die Nachwuchsvoltigiererin in der Pflicht und in der Kür. Im abschließenden Beurteilungsgespräch gab es Lob und Kritik.
„Es war eine ansprechende Kür, aber die einzelnen Elemente muss Lily noch sauberer turnen, den Flickflack als Abgang beispielsweise hat sie noch nicht sauber gestanden“, resümiert Trainer Henze.
Nach der Sichtung begann das Warten, denn die Teilnehmer erfuhren nicht sofort, ob sie nach Warendorf fahren dürfen. „Umso glücklicher war ich, als mein Trainer mir Bescheid gab“, erzählt Lily. Ende Mai startet die Oldenburgerin nun als einzige Teilnehmerin für den Landesverband Weser-Ems im Wettbewerb „Preis der Zukunft“, bei dem die besten 12- bis 14-jährigen Voltigierer ihr Können zeigen. Spannend wird es für Lily bereits an diesem Wochenende: Dann beginnt für sie die Turniersaison mit dem RFO-Juniorteam in Filsum.
