OLDENBURG - Neues Jahr, neues Glück das hatten die Oberliga-Fußballer des VfB Oldenburg nach einer von vielen schweren Verletzungen, unnötigen Gegentoren und diversen bitteren Punktverlusten geprägten Hinrunde gehofft. Doch schon nach sieben Wochen ist Ernüchterung eingetreten. Erst ein Spiel konnte die Elf von Trainer Torsten Fröhling in 2011 absolvieren. Abseits des dürftigen 1:1 gegen Hildesheim gab es seit November 2010 noch fünf Absagen.
Nun gilt es für dieses Wochenende angesichts einer ansprechenden Wetterprognose zwar als sicher, dass das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr, Marschwegstadion) gegen das abstiegsbedrohte Team von Hansa Lüneburg angestoßen werden kann. Doch haben die Blau-Weißen eine neuerliche Hiobsbotschaft zu verdauen: Stürmer Tim Schwarz fällt mindestens sieben bis acht Wochen aus.
Der Torjäger (neun Saisontreffer) hat sich bereits im Januar bei einem Testspiel in einem Zweikampf eine schmerzhafte Knieverletzung zugezogen, sich danach aber dennoch durch die Vorbereitung und das Hildesheim-Heimspiel gequält. Nun wurde endgültig diagnostiziert, dass das Wadenbeinköpfchen angebrochen ist. Eine OP ist zwar nicht notwendig, doch darf das Knie fünf Wochen lang nicht belastet werden.
Die Saison bleibt interessant, übt sich Fröhling angesichts des neuerlichen Verletzungspechs nur noch in Galgenhumor. Zumindest haben sich die erfahrenen Waldemar Kowalczyk und Tim Petersen für das Lüneburg-Spiel gesund gemeldet. Zudem bestanden sowohl Benedetto Muzzicato (Oberschenkelprobleme) als auch Mehmet Ari (Knöchelschmerzen) im Training einen Härtetest und dürften gegen den Tabellen-15. auflaufen können.
Es nützt doch alles nichts, sagt Fröhling: Die Jungs, die fit sind, sind heiß auf ein Erfolgserlebnis und wollen endlich die 30-Punkte-Mauer durchbrechen. Nicht nur wegen der äußerst durchwachsenen Heimbilanz der Oldenburger (zwei Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen) warnt der VfB-Trainer allerdings davor, die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen: Sie werden wie bei unserem mühsamen 1:0-Sieg im Hinspiel ohne Ende fighten und wollen mit aller Macht die Klasse halten, weiß Fröhling.
Größtes Problem der Gäste ist indes die Abschlussschwäche. Zwar hat Luc Ndjock bereits siebenmal in dieser Saison getroffen, doch hatte der Hansa-Stürmer bei den drei Niederlagen in 2011 Ladehemmung. Zudem fehlt der wegen Schiedsrichterbeleidigung nach dem Emden-Spiel (1:2) nachträglich für drei Spiele gesperrte Leistungsträger Dennis Tornieporth.
