OLDENBURG - Eine bittere Niederlage mussten die Spieler des VfB Oldenburg in ihrem ersten Heimspiel nach dem Aufstieg in die Fußball-Regionalliga einstecken. Die Mannschaft von Trainer Andreas Boll unterlag am Sonnabendnachmittag im Marschwegstadion der zweiten Mannschaft des FC St. Pauli mit 1:2 (1:1) und steht nun nach nur einem Zähler aus den ersten beiden Partien schon etwas unter Zugzwang.

Vor 1978 Zuschauern starteten die Oldenburger gut ins Spiel und zeigten sich im Vergleich zum glücklichen 1:1 am ersten Spieltag beim BSV Rehden deutlich verbessert. "Das war sehr gut in der ersten Halbzeit", lobte Boll den engagierten Auftritt, kritisierte aber zugleich die "fahrlässige Chancenverwertung".

Während die Gastgeber ihre Möglichkeiten nicht konsequent nutzten, ging die Zweitliga-Reserve aus Hamburg in der 24. Minute durch Marc-Kemo Kranich in Front. Der VfB fand aber schnell die passende Antwort. Nur vier Minuten nach dem Rückstand gelang Julian Bennert das 1:1.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte der VfB mehr Spielanteile, agierte aber nicht mehr ganz so druckvoll. Dennoch gab es unter anderem Chancen durch Kapitän Julian Lüttmann und Tobias Bauer. Die Gäste setzten zwar in der Offensive nur wenige Akzente, zeigten sich im Angriff jedoch deutlich effektiver als der VfB. In der 76. Minute nutzte wiederum Kranich einen leichten Ballverlust in der Defensive der Oldenburger zum 2:1.

Die Platzherren versuchten in der Schlussphase zwar noch einmal alles, kamen jedoch nicht mehr zum Ausgleich. Die besten Möglichkeiten vergaben Claude-Roland Videgla und Lüttmann. "Wir haben brutal Lehrgeld bezahlt", resümierte VfB-Innenverteidiger Daniel Halke nach dem Spiel. "Das ist ganz bitter", meinte Mittelfeldakteur Daniel Bauer.