OLDENBURG - Die abstiegsbedrohten Gäste brauchen jeden Punkt. Der VfL II will sich revanchieren.

Von Jan-Peter Plate

OLDENBURG - Noch ist von Derby-Stimmung wenig zu spüren. Zu sehr beschäftigen sich die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg II und des TV Cloppenburg mit eigenen Problemen. Die Gastgeberinnen wollen sich am Sonntag (16.30 Uhr, Robert-Schumann-Halle) für die schwache Leistung in Wismar (22:32) rehabilitieren, die Gäste ihren letzten Strohhalm im Existenzkampf ergreifen.

„Ein Auswärtssieg, zwei Heimsiege und eine Sensation“, rechnet TVC-Trainer Bernd Neumann seinen Fahrplan für die letzten fünf Saisonspiele vor. „Sonntag geht es los.“ Wer ihn dabei unterstützen wird, weiß Neumann allerdings noch nicht ganz. Torhüterin Inken Sommer (Studienfahrt) wird sicher fehlen, allerdings bangt der seit Anfang Februar in Cloppenburg tätige Coach noch um Monika Puczek-Iwanicka, die „mit Fieber im Bett“ liegt.

Bernd Neumann ist kein Unbekannter beim VfL, trainierte er doch als damals jüngster Bundesliga-Trainer die Mannschaft auch nach dem Abstieg 1993 weiter. „Gute Erinnerungen“ an diese Zeit werden aber vor dem Derby vom diesjährigen Abstiegskampf verdrängt. „So langsam ist meine Handschrift erkennbar. Wir sind zu Optimismus gezwungen“, sagt der Coach. Sein Vertrag läuft bis zum Saisonende.

Der VfL II braucht noch zwei, drei Punkte, um ganz sicher zu sein. „Das wird ein heißes Spiel“, spornt Markus Stapenhorst seine Mannschaft an. „Wir werden am Sonntag das Wismar-Spiel ausbügeln“, macht der Trainer fast trotzig dem Konkurrenten nicht viel Hoffnung. Auch wenn ihm die Spielerinnen der Ersten wohl nicht zur Verfügung stehen – die in Wismar schmerzlich vermisste Thalke Bitter ist wieder dabei. Beim 33:22-Hinspielsieg warf die 18-Jährige acht Tore.