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Volleyball Titelverteidiger nicht zu knacken

Philipp Kremin

Oldenburg - Am Wochenende war Oldenburg der Schauplatz für die Deutschen Meisterschaften der U-20-Volleyballer. Die Finalpaarung zwischen den Leipzig Volleys und der TSV Unterhaching war dabei aus Oldenburger Sicht unglücklich: Gegen die Sachsen gewann man in der Gruppenphase, gegen den bayrischen Meister unterlagen die OTBer vor dem möglichen Einzug ins Viertelfinale.

In der Gruppenphase anfangs gegen Eimsbüttel stark aufspielend, wurde den OTBer gegen den späteren Finalisten Leipzig alles abverlangt. Nach Verlust des ersten Durchganges peitschte Mannschaftskapitän Mika Drantmann ein ums andere Mal das eigene Publikum und die Mannschaftskollegen an, was zum 2:1-Erfolg gegen den Sachsenmeister führte. Im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen den Berliner TSC entwickelte sich ein Volleyballkrimi. Über eine starke Annahmeleistung der Hauptstädter fanden die Angriffe der Gäste öfter zum Erfolg und letztlich zum Gewinn des Spiels – mit Konsequenzen. Leipzig (2:0 gegen Berlin) war direkt im Viertelfinale, Oldenburg musste noch einmal ran. „So ist das halt, machst’e zwei Punkte mehr, bist Du direkt im Viertelfinale“, meinte OTB-Trainer Jörg Johanning.

In Gruppenphase blamiert

Der letztjährige Meister TSV Unterhaching blamierte sich in der Gruppenphase mit nur einem Sieg zunächst förmlich. Das Team, welches als einziges einflog, präsentierte sich ohne Ausnahmetalent Jonas Sagstetter kopf- und ideenlos. Der in der Gruppenphase wegen einer Erkrankung geschonte Außenangreifer lief aber gegen Oldenburg auf und dominierte das Duell nach Belieben. „Das Team ist letztlich am Turniermodus gescheitert. Ein absolut bitteres Ausscheiden“, monierte Trainer Johanning. Durch die Niederlage blieben den OTBern somit nur die Platzierungsspiele von Rang neun bis zwölf im 16er-Feld.

„Klar sind wir enttäuscht. Das Ziel war es unter die Top acht zu kommen, ehrlich gesagt eher Top vier. Leistungsmäßig haben wir das auch im Turnier gezeigt, aber das Losglück war nicht unser“, meinte Johanning. Mit Siegen gegen den TuB Bocholt und VV Human Essen folgte ein versöhnlicher Abschluss mit Platz neun.

Volle Ränge in Haareneschhalle

Im Finale trafen mit Leipzig und Unterhaching somit zwei Gegner der Oldenburger aufeinander und zeigten vor vollen Rängen in der Haareneschhalle ihr Können. Erneut bewies hier Sagstetter seine Qualitäten. Der Erstliga-Spieler der AlpenVolleys Haching zeigte von Beginn an, wie wichtig er für das bayrische Team ist, welches sich mit einem 2:0-Erfolg (25:23, 26:24) erneut den Titel sicherte.

OTB-Volleyballabteilungsleiter Chris Noll war zufrieden mit dem Turnier. „Die Ausrichtung war sehr spannend durch die Größe des Events. Ich hoffe, die ganzen Helfer konnten den Jungs einen schönen Abschied aus dem Jugendbereich mit der Heim-DM bieten“, sagte Noll. Mit viel positivem Feedback der Mannschaften und des Verbandes bot Oldenburg für 16 Mannschaften aus ganz Deutschland ein Highlight in der jungen Karriere der Sportler. Vor allem die tolle Stimmung, das Umfeld und der familiäre Rahmen wurden dem OTB als Ausrichter zugesprochen.

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