OLDENBURG - Zwei bedeutende Starts stehen in diesem Jahr noch auf dem Terminplan des 19-jährigen Voltigierers Mark Phillip Götting von der Reit- und Fahrschule Oldenburg (RFO). Zunächst einmal möchte er sich an diesem Wochenende in Berlin die norddeutsche Meisterschaft sichern. Dann wird er aller Voraussicht nach bei den Internationalen Oldenburger Pferdetagen in der Weser-Ems-Halle am Sonnabend, 10. November, beim Showabend noch einmal Einblicke in seine Kür zeigen.
Mit je einer deutschen Meisterschaft im Einzel sowie in der Mannschaftswertung ist das Jahr 2007 für den Mannschafts-Weltmeister und „Sportler des Jahres 2006“ erfolgreich verlaufen. Danach sah es zunächst gar nicht aus. „Drei Fersenprellungen und zwei Bänderrisse sorgten immer wieder für unwillkommene Trainingspausen“, blickt Götting auf den Anfang des Jahres zurück. „Zudem zog sich mein Pferd Leonardo einen Sehnenanriss zu, und ich musste mir dann in Hannover ein Pferd leihen. So konnte ich vor den deutschen Meisterschaften lediglich drei Wochen trainieren. Dennoch hat es erfreulicherweise noch zu zwei Titeln gereicht.“
Nach den norddeutschen Meisterschaften in Berlin (Götting: „Mein Ziel ist ganz eindeutig der Titel in der Einzelwertung“), an denen auch Alina Atzler und Michelle Tönnies (beide RFO) teilnehmen, will Götting zunächst einmal sein Pferd Leonardo, das derzeit in einer speziellen Klinik in Osnabrück seine Verletzung auskuriert, wieder auftrainieren. „Ich hoffe, dass das bis Mitte kommenden Jahres gelingt, Leonardo rechtzeitig vor den dann anstehenden großen Aufgaben wieder völlig fit zu bekommen.“ Sind doch die Weltmeisterschaften 2008 in Österreich sein großes Ziel. „Da wird dann eine Medaille angesteuert“, steht bereits jetzt für ihn fest.
Dabei hat für Götting der Einzelwettbewerb klare Priorität. „Meine Gruppe in der RFO ist nicht mehr vollständig. Wir sind aber wieder im Aufbau einer neuen Gruppe“, erläutert er.
Derweil liegt der mögliche Auftritt bei den Oldenburger Pferdetagen 2007 in der Weser-Ems-Halle Götting besonders am Herzen: „Zum einen ist es mal wieder ein Heimspiel – und das ist immer etwas Besonderes. Darüber hinaus ist es eine große Ehre für mich, dort aufzutreten. Früher verfolgte ich das Geschehen als kleiner Junge von der Tribüne aus, und jetzt darf ich selbst mitmischen. Das ist eine tolle Sache.“
