Oldenburg - Der schiffbrüchige Kevin Escoffier ist bei der Solo-Weltumseglung Vendée Globe gerettet worden. Die französische Marine holte ihren Landsmann am Sonntag im Indischen Ozean von Jean Le Cams Yacht „Yes We Cam!“ ab und brachte ihn auf die Fregatte „Nivôse“. Diese bringt den 40-jährigen Franzosen nun zum östlich von Madagaskar gelegenen französischen Übersee-Departement La Réunion, von wo aus er nach Hause fliegen kann.
Escoffiers „PRB“ war am 30. November erst gebrochen und dann gesunken. Der Skipper hatte sich in seine Rettungsinsel geflüchtet und war nach mehr als elf Stunden im Südatlantik von Le Cam gerettet worden. Auch der gebürtige Oldenburger Boris Herrmann hatte sich an der dramatischen nächtlichen Such- und Rettungsmission beteiligt.
In Folge weiterer Aufgaben sind nach vier Wochen auf See und dem ersten Drittel des in Frankreich begonnenen Rennens um die Erde noch 28 der 33 Gestarteten aktiv. Das Feld wird vom Franzosen Charlie Dalin angeführt. Herrmann rückte mit der „Seaexplorer“ auf Rang sieben vor. Die in München geborene Deutsch-Französin Isabelle Joschke (43) ist Zehnte.
Zum Nikolaustag schickte Herrmann (39) eine Video-Botschaft aus dem Indischen Ozean, wo die Flotte auf Kurs Kerguelen segelt und sich auf den nächsten Sturm vorbereitet. Gekleidet in einen rot-weißen Strickpullover sagte Herrmann lächelnd: „Ich habe gestern Abend einen Schuh an den Niedergang gestellt und am Morgen Schokolade darin gefunden. Die habe ich auch schon aufgegessen.“
