OLDENBURG - Das Thermometer zeigt Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, Straßen und Gehwege sind schneebedeckt. Viele Oldenburger schreckt das nicht sie schwingen sich auch bei Minusgraden aufs Fahrrad. Doch gerade beim aktuellen Winterwetter gibt es einiges, was sie beachten sollten.
Knackpunkt seien die Bodenverhältnisse, sagt Sportmediziner Dr. Wolfgang Oschkenat. Wer sich unsicher fühlt, sollte zu Fuß gehen. Und gerade bei älteren Menschen mit weniger belastbaren Knochen ist das Risiko einer ernsthaften Verletzung höher, so der Arzt. Die Folgen eines Sturzes sind gravierender und die Folgen der Folgen auch. Ein Großteil der Leute kommt nicht wieder richtig auf die Beine.
Zudem reize die kalte Luft die Atemwege. Das ist schon ein bisschen problematisch, wenn die Leute zu forciert losfahren und zu schnell unterwegs sind, erklärt Oschkenat und empfiehlt: Nicht so hetzen und am Anfang eher gemütlicher fahren. Menschen mit Asthma oder fiebrigen Erkältungen sollten ganz auf diese Art der Fortbewegung verzichten und zu Fuß gehen.
Angemessene Kleidung gegen die Kälte sei selbstverständlich. Die lange Unterhose ist ganz wichtig, zählt Oschkenat auf, und eine Daunenjacke ist auch vernünftig. Wer sie hat, sollte auf spezielle Sportbekleidung zurückgreifen, die keine Feuchtigkeit speichert.
Auch das Rad selbst kann dem Wetter angepasst werden, so Hermann Henning vom Fachgeschäft Die Speiche. Möglichst breite Reifen mit Spikes oder grobstollig für den besseren Grip, Reflektoren an den Speichen und ein gutes Licht seien bei der Witterung ideal. Eben alles zum Thema Sicherheit, fasst Henning zusammen. Was das Licht angeht, seien Naben-Dynamos besonders beliebt.
Apropos Sicherheit: Noch wichtiger als bei warmem Wetter sei angesichts der vereisten Wege der Helm, ohne den viele Radfahrer immer noch unterwegs seien, kritisiert Mediziner Oschkenat, der selber begeisterter Radler ist. Sein Zweirad bleibt seit einigen Tagen allerdings zu Hause. Zurzeit gehe ich konsequent zu Fuß.
