Oldenburg - Das Gerüst der EWE Baskets Oldenburg nimmt immer mehr Gestalt an. Die Arbeit am Backcourt, also die Positionen Point Guard und Shooting Guard, ist beim Basketball-Bundesligisten abgeschlossen. Am Frontcourt (Forwards und Center) wird Trainer Pedro Calles noch rumschrauben.
In DeWayne Russell haben die Oldenburger ihren neuen Spielmacher gefunden. Aufbauspieler Phil Pressey hatte am Freitag schließlich sein Karriereende bekannt gegeben und steht den Baskets damit nicht mehr zur Verfügung. Der 31-jährige US-Amerikaner will zukünftig als Trainer an seiner alten Universität in Missouri arbeiten. Am Samstag verabschiedete sich der Club dann von Co-Kapitän Sebastian Herrera, der wie Pressey zwei Jahre lang in Oldenburg gespielt hatte. In Max Heidegger hatte zuvor schon ein anderer Guard seinen Abschied verkündet. Shooting Guard Michal Michalak war nach dem Ende der Hauptrunde Anfang Mai nach Frankreich gewechselt.
In Max DiLeo, Kenneth Ogbe und Trey Drechsel haben die Oldenburger schon Ersatz gefunden. Bennet Hundt, der an diesem Donnerstag wie Ogbe in Estland und am Sonntag in Bremen gegen Polen in der WM-Qualifikation für Deutschland aktiv ist, hat noch einen Vertrag für die kommende Saison und vervollständigt den Backcourt.
Auf den kleinen Flügelpositionen sind die Baskets nach dem Karriereende von Rickey Paulding auch gut aufgestellt. Ogbe und Drechsel können als sogenannte Swingman sowohl als Shooting Guard und als Small Forward eingesetzt werden. Dazu gesellt sich Alen Pjanic, der wie Hundt einen laufenden Kontrakt besitzt. Nachwuchsspieler Jerry Ndhine dürfte künftig auch mehr Spielzeit bekommen.
Baustellen haben die Oldenburger noch auf den großen Position und werden hier noch nachbessern. Norris Agbakoko hat seinen Vertrag am Freitag vorzeitig bis 2025 verlängert. Seine Center-Kollegen Martin Breunig und Tai Odiase (beide haben keinen Vertrag für die kommende Saison) könnten die Baskets verlassen.
In T.J. Holyfield hätten die Oldenburger zudem nur einen nominellen Power Forward, wobei auch Pjanic diese Rolle übernehmen kann. Holyfield ist auch als Center einsetzbar, wie er vergangene Saison bereits unter Beweis stellte – falls er den Club trotz laufenden Vertrags allerdings nicht vorzeitig verlässt.
