Oldenburg - „Wir sind hier so aufgetreten, wie man auftreten muss“, sagte Christian Held am Sonntagabend ganz bestimmt. Sein Team hatte den Trainer der Baskets Akademie/OTB in den 40 Minuten Spielzeit zuvor bei Rist Wedel vollends überzeugt. Der amtierende ProB-Champion holte sich durch ein 59:50 beim Vizemeister den dritten Erfolg in Serie (nun 6:4 Siege) und setzt sich langsam aber sicher in den Playoff-Rängen fest.
Im Unterschied zu den vergangenen Partien waren die Oldenburger Basketballer sofort hellwach und brauchten beim Duell im Kreis Pinneberg keine Anlaufzeit. „Diesmal haben wir von Anfang an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Alle haben einen sehr guten Job gemacht“, lobte Held sein Team.
Angeführt vom wiedererstarkten Jan Niklas Wimberg (mit 14 Punkten bester Akademie-Werfer), lagen die Gäste nach fünf Minuten 7:1 vorn. Sowohl zum Viertelende mit einem Dreipunktspiel zum 14:14, als auch zur erneuten Sechs-Zähler-Führung in der 16. Minute steuerte der 19-Jährige die Treffer bei.
Auf der Gegenseite war es Isaar Gordon (insgesamt 15 Punkte), der sich mit Wimberg offensiv ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte und den Gastgebern bis zur Halbzeit mit sechs Zählern in Folge einen 27:24-Vorsprung brachte. „Wedel hat dort die Größenvorteile auf den kleinen Positionen gut ausgenutzt. In der zweiten Hälfte hatten wir ihn dann aber auch im Griff“, erklärte Held.
Nach einem Dreier von Fabian Strauß lagen die „Akademiker“ in der 23. Minute 26:32 zurück, doch Wimberg sorgte mit zwei Treffern aus dem Dreipunkte-Land für die Wende. Im Schlussviertel kam Rist noch einmal auf 43:44 heran, ein 13:0-Lauf brachte die Oldenburger aber auf die Siegerstraße. „Es hat bis zum Ende gedauert, dass wir das Spiel entscheiden konnten, weil Wedel sich clever auf uns eingestellt hat“, sagte Held.
Nicht besonders auffällig agierte an diesem Sonntag Chris Gorman. Der Shooting Guard kam eine Woche nach seinem siegbringenden Dreier zum 62:61 gegen den RSV Eintracht diesmal auf sieben Zähler. Der beste Werfer der Oldenburger (16,7 Punkte pro Spiel) gehört aber zu den positiven Überraschungen in dieser Saison. Abermals ist es den Verantwortlichen gelungen, die Position des einen eingeplanten US-Amerikaners ideal zu besetzen. Der 22-Jährige trat in die großen Fußstapfen von Mike Taylor (2011 bis 2014) und Preston Wynne (2014 bis 2015), die ihre Zeit in Oldenburg jeweils mit dem ProB-Titel krönten.
„Wir sind sehr zufrieden mit Chris. Er ist sportlich wie menschlich eine Bereicherung für das Team“, sagte Held. Und wenn Gorman offensiv mal blass bleibt, springt eben ein anderer Spieler in die Bresche – wie Wimberg an diesem Sonntag.
Baskets Akademie/OTB: Wimberg 14/2, Hänig 12, Lockhart 8/2, Gorman 7/1, Weß 6, Musovic 5, Bacak 3, Drijencic 2, Albrecht 2, Rohde, Isemann, Schmikale.
