Oldenburg/Bremen - Weil der Rivale aus Bremen die Doppel abschenkte, ist die erste Männermannschaft des OTeV zum Abschluss der Winter-Saison in der Tennis-Regionalliga auf einfache Art zu einem 4:2-Sieg beim Club zur Vahr gekommen. Die Oldenburger, die in den vergangenen drei Jahren die Meisterschaft geholt hatten, landeten damit diesmal auf Rang vier (8:4 Punkte). Neuer Titelträger ist der Club an der Alster (10:2). Die Hanseaten bezwangen den Lehrter SV (8:4) im entscheidenden Spitzenspiel mit 4:2.
„Sie sind verdient Meister – Glückwunsch“, sagte OTeV-Trainer Daniel Greulich. Seinem Team habe etwas die Spannung gefehlt. Durch die Ausfälle von Tim Nekic (tritt nicht mehr für die Bremer an) und Lukas Rüpke (spielte ein Turnier) waren die Gäste personell favorisiert. „Es war schwierig, die Einstellung zu finden. Das Team lebt sehr von einer guten Atmosphäre, da muss es richtig um was gehen“, erklärte Greulich.
An Position eins bezwang OTeV-Mannschaftsführer Michel Dornbusch seinen Ex-Vereinskollegen Felix Samsel 6:2, 7:6. „Im zweiten Satz hat er ein bisschen die Offensive verloren und wurde zu kurz“, sagte Greulich: „Aber der neue Michel lässt sich eben nicht so leicht durcheinanderbringen, sondern verlässt sich nach hinten raus auf seine Stärken.“ Dornbusch hat im Vergleich der Spitzenspieler der Liga die erfolgreichste Saison-Bilanz (10:2 Siege).
Mattis Wetzel, der wie Dornbusch zu jedem Punktspiel aus England anreiste, schlug einen weiteren Ex-OTeVer. Der Masterstudent bezwang Christian Cremers 6:2, 6:0. „Mattis hat das sehr gut, sehr souverän runtergespielt“, lobte Greulich, der an Position drei jedoch eine Niederlage von Jonas König gegen Viktor Kostin (4:6, 1:6) einstecken musste. Tillmann Erdbories zeigte sich von leichten Rückenproblemen verunsichert. Die Schwächen habe der erfahrene Lars Graubohm „direkt erkannt und permanent angespielt“, sagte Greulich nach dem 5:7, 2:6.
„Aus uns einfach unerklärlichen Gründen ist es dem Club zur Vahr nicht mehr wichtig, irgendwie in einem Heimspiel die Doppel zu spielen“, kommentierte der OTeV-Coach den Nicht-Antritt der Bremer zu den Doppel-Partien, nachdem die Oldenburger eine Punkteteilung abgelehnt hatten. „Für unsere Rückreisenden über Amsterdam war es sicherlich gut, aber wir hätten gespielt“, erklärte Greulich. So konnten sich Dornbusch und Wetzel früher als gedacht auf den Weg nach England machen – mit einem Sieg im Gepäck.
