Oldenburg - Wenn der OTeV an diesem Sonntag (11 Uhr, Anlage Johann-Justus-Weg) gegen den LTTC RW Berlin II sein Saison-Heimdebüt in der Tennis-Regionalliga feiert, trifft er auf einen Gegner, der schon mit dem Rücken zur Wand steht. Nach zwei klaren Niederlagen gegen TC Nikolassee (1:8) und Club an der Alster (2:7) wäre die Zweitliga-Reserve aus der Hauptstadt in der Fünfer-Staffel, aus der es nach nur vier Spielen am Ende zwei Teams trifft, schon so gut wie abgestiegen. Doch die Oldenburger müssen nach ihrer 2:7-Pleite zum Auftakt an der Alster aufpassen, sich nicht selbst in eine solche Position manövrieren zu lassen.
Überfrachtung
„Wenn RW so spielt wie in den ersten Spielen, sind wir die Favoriten“, meint Spielertrainer Michel Dornbusch, sieht aber ein großes Fragezeichen, was die Aufstellung der Berliner betrifft. „Sie haben die Kapazitäten mit einer deutlich besseren Mannschaft aufzulaufen“, meint er mit Blick auf den mit starken Ausländern überfrachteten Kader für die 2. Bundesliga, in der erst im Juli und August gespielt wird, wenn der im Ligensystem direkt darunter verortete Regionalliga-Betrieb schon durch ist.
Überraschung
„Für manche Vereine ist es wichtig, dass die zweite Mannschaft möglichst hoch spielt, damit der Übergang bei Bedarf nicht allzu hoch ist – für andere ist das hingegen nicht so wichtig. Wie das bei den Berlinern ist, weiß ich nicht“, sagt Dornbusch. Deshalb müsse man sich überraschen lassen, „was da am Sonntag auf uns zukommt“. Der Spielertrainer der Oldenburger geht aber zumindest schon einmal davon aus, „dass ihr bester deutscher Spieler, Nino Ehrenschneider, zurück vom College in den USA sein und am Sonntag auflaufen wird“.
Überwachung
Genaueres über den gegnerischen Kader erfährt der OTeV am Samstag, wenn die LTTC-Auswahl ihr Abschlusstraining am Johann-Justus-Weg absolviert. Tags darauf wollen sich die Gastgeber, für die das Aufstiegsziel nach der Auftaktniederlage erst einmal sehr weit entfernt ist, einmal mehr von ihrem Publikum zum ersten Saisonsieg in dieser Sommersaison peitschen lassen. „Berlin steht unter Druck – mit Unterstützung der Zuschauer können wir sie noch ein wenig mehr unter Druck setzen“, betont der Spielertrainer.
Übernachtung
Für die Oldenburger punkten sollen neben Dornbusch und den bekannten Stammkräften Lasse Muscheites, Alexander Meyer und Florian Barth wohl zwei bis drei Ausländer. „Auch wenn durch den Abgang von Mattis Wetzel eine Option vor Ort fehlt, sind wir gut aufgestellt“, sagt der Spielertrainer, der auch den Herbergsvater mimt: „Unsere Ausländer reisen frühzeitig an und übernachten diesmal bei mir, so dass sie soziale Anbindung bekommen. Was sich positiv auf den Teamgeist auswirkt – unser Plus gegenüber manch anderer Mannschaft.“
