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Fußball-Regionalliga Das nimmt sich Käuper mit dem VfB Oldenburg vor

Wolfgang Wittig
Neu beim VfB: Ole Käuper

Neu beim VfB: Ole Käuper

Volkhard Patten

Oldenburg - „Ich bin nicht zum VfB Oldenburg gekommen, um in der Regionalliga im Mittelfeld herumzudümpeln.“ VfB-Zugang Ole Käuper zeigt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass er eine klare Vorstellung mit seinem neuen Verein hat. „Wir werden in jedes Spiel gehen, um zu gewinnen. Ob es für ganz oben reicht, werden wir am Ende der Saison sehen“, sagt der 26-Jährige, der zuvor zwei Jahre beim Mitabsteiger aus der 3. Liga, dem SV Meppen, unter Vertrag gestanden hatte.

Langer Weg von Bremen nach Oldenburg

Ole Käuper wurde in Bremen geboren und durchlief die Werder-Jugendabteilung. Im Seniorenbereich spielte er für Werder II, außerdem bestritt er 2017 ein Bundesligaspiel für die Bremer (gegen Bayer Leverkusen). Seine weiteren Stationen waren Erzgebirge Aue, Carl Zeiss Jena, FC Nitra (Slowakei) sowie der SV Meppen. Mit den Emsländern stieg der Mittelfeldspieler am Ende der Saison 2022/23 aus der 3. Liga ab. Bei den Engagements in Aue und Jena war er jeweils von Werder dorthin verliehen. Im Rahmen der Leihe nach Aue wurde er nach kurzer Zeit „aus disziplinarischen Gründen“ suspendiert, wie der Club aus Sachsen damals mitteilte. Auch in Jena war Käuper vorübergehend suspendiert, kehrte dann aber in den Kader zurück.

An diesem Samstag tritt der VfB Oldenburg zu einem Blitzturnier an. Der Wettbewerb mit drei Mannschaften findet im Tüötten-Sportpark in Mettingen (Kreis Steinfurt/Nordrhein-Westfalen) statt. Die Gegner sind Gastgeber VfL Mettingen (Kreisliga) und Westfalia Westerkappeln (Kreisliga). Gespielt wird nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“, eine Partie dauert jeweils 2x30 Minuten. Das Turnier beginnt um 14 Uhr mit der Partie Oldenburg - Westerkappeln.

Obwohl Fußballer Käuper nun eine Liga tiefer spielt, wird es in der Regionalliga nicht zu einem Aufeinandertreffen mit seinem Bruder Ben (19) kommen, der als Torwart bei der U23 von Werder Bremen aktiv ist. „Das ist echt schade“, sagt Ole Käuper, „aber die sind ja dummerweise gerade aus der Regionalliga abgestiegen“.

Wohnort ist Bremen

Bei der Frage, warum er denn nicht beim SV Meppen geblieben ist (dort kam er 2022/23 auf 30 Drittliga-Einsätze), der ja weiterhin in der gleichen Liga wie der VfB spielt, muss Ole Käuper nicht lange nachdenken. „Natürlich hätte ich auch dort bleiben können, aber in Meppen hat ein viel größerer Umbruch stattgefunden, so dass mir die Perspektive beim VfB mehr zugesagt hat. Für mich war es wichtig, für dieses Jahr einen klaren Plan zu haben“, sagt der Mittelfeldmann: „Und dabei hat mir gefallen, dass man sich hier sehr um mich bemüht hat. Der Trainer hat mir seine Sicht, seine Spielweise vorgestellt, mit der ich mich total identifizieren kann.“

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Käuper macht auch deutlich, dass er von der Stärke der Mannschaft um Trainer Benjamin Duda überzeugt ist: „Ich denke, wir haben auf dem Papier eine Supermannschaft. Der Kader hat ein enormes Potenzial. Es ist aber auch klar, dass wir dies auf dem Platz unter Beweis stellen müssen.“ Bei der Entscheidung des Vereinswechsels hat die Nähe zu Bremen, wo er mit seiner Verlobten wohnt, natürlich auch eine gewisse Rolle gespielt, wie er zugibt. „Das war letztendlich aber nicht der Hauptgrund“, sagt der VfB-Zugang, „ich sehe hier in Oldenburg einfach die Wahrscheinlichkeit, etwas zu erreichen, am größten“.

Dazu kommt, dass Käuper bereits etliche Spieler wie Max Wegner, Leon Deichmann, Justin Plautz und Marc Schröder bereits aus früheren gemeinsamen Stationen aber auch als Gegenspieler kennt. Gefragt nach seiner Lieblingsposition auf dem Platz macht er schnell klar, dass er ein „Sechser“ ist. „Aber wenn der Trainer sagt, du spielst heute auf der Acht oder der Zehn, dann ist das auch kein Problem für mich“, sagt Käuper, „aber wenn ich für die Aufstellung verantwortlich wäre, dann würde ich mich auf die Sechs stellen“.

Sechser mit Tordrang

Wer den Spieler in diesen Tagen auf dem Trainingsplatz beobachtet, dem fällt der Drang des Ex-Meppeners auf, Tore zu schießen. „Normalerweise bin ich vom Spielsystem ja etwas weiter hinten angesiedelt“, erzählt Käuper, „in der Regionalliga werde ich durch unseren Spielstil sicher auch mal weiter vorn auftauchen. Und da kann es schon sein, dass ich mal in Richtung Tor abziehen werde.“ Er schränkt aber ein: „Wenn ich am Ende der Saison null Tore erzielt und null Vorlagen gegeben habe und wir aufsteigen, dann wäre ich auch zufrieden.“ Womit Käuper deutlich macht, dass es sein Ziel ist, aufzusteigen: „Das heißt aber nicht, dass es dieses Jahr unbedingt klappen muss. Oben mitspielen soll es aber schon sein. Das ist auch der Hauptgrund, warum ich beim VfB Oldenburg bin.“

Seine neue Mannschaft hat der Bremer in der vergangenen Saison des Öfteren beobachten können. „Wenn es der Spielplan erlaubt hat, bin ich auch schon mal ins Marschwegstadion gefahren“, sagt er. Das wird in der kommenden Saison zum Standard werden.

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