Schlutter - In den Dörfern am östlichen Rand der Gemeinde Ganderkesee helfen sich die Vereine gegenseitig: Der Bau einer neuen Schießsportanlage, den der Schützenverein Hoyerswege plant, wird vom Ortsverein Schlutter-Holzkamp-Hoyerswege großzügig unterstützt. Mit einer einmaligen Zahlung von 18 000 Euro und einer monatlichen Beteiligung von 400 Euro an Zinsen, Abträgen und Betriebskosten will der Ortsverein zum Gelingen des Projektes beitragen. Das hat die Mitgliederversammlung am Donnerstagabend mit 30 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen beschlossen.

Als größter Verein in den drei Dörfern mit jetzt 531 Mitgliedern – 26 wurden am Donnerstag neu aufgenommen – sehe sich der Ortsverein in der Pflicht, den Schützen zu helfen, sagte Vorsitzender Enno Vosteen. Alle Vereine der Ortschaften wollen insgesamt 41 000 Euro aufbringen – mit den 18 000 Euro vom Ortsverein ist dessen komplette Rücklage fast aufgebraucht. Die monatliche Pauschale von 400 Euro wird durch eine Anhebung des Mitgliedsbeitrages um 7 Euro pro Person abgedeckt. Möglicherweise sinke die monatliche Summe noch, wenn der Kredit für die Schießhalle – vorgesehen sind rund 125 000 Euro – nicht ganz so hoch ausfalle, sagte Vosteen.

Der Vorsitzende hatte zuvor zufrieden auf die Veranstaltungen im abgelaufenen Vereinsjahr zurückgeblickt und dabei auch spontane Anlässe gebührend gewürdigt – so wie die unvorhergesehene „Trauerfeier“ am 9. April: Am Morgen dieses Sonntags war der Kunst-Ganter im Kreisverkehr in Schlutter von einem Autofahrer umgefahren worden. Abends trafen sich Nachbarn und Ortsvereins-Mitglieder in Trauerkleidung am Kreisel und erwiesen „ihrem“ Ganter die letzte Ehre – hinterher ging es bei Freibier am Bushäuschen in Schlutter aber noch recht fröhlich zu.

Gut verlaufen sind laut Enno Vosteen das Sommerfest, erstmals mit Kuhfladen-Roulette, das Osterfeuer und der Tanz in den Mai. Dass dabei der Maibaum-Klau durch die Urneburger nur mit 30 Litern Bier verhindert werden konnte, sei zu verschmerzen gewesen, so Vosteen: „Wir haben unseren Baum behalten und die Urneburger sind überglücklich von dannen gezogen.“ Seinen Dank richtete der Ortsvereins-Vorsitzende an alle Helfer bei den Veranstaltungen sowie an die Faschings-Wagenbauer und die vielen Freiwilligen beim Frühjahrsputz.

Gewählt wurde auch in der Versammlung: Die Mitglieder bestätigten Enno Vosteen ebenso einstimmig im Amt wie den 3. Vorsitzenden Stefan Meyer und den 2. Kassenwart Jörg Strodthoff. Neu im Vorstand ist Michaela Feye als Schriftführerin. Sie löst Michael Gutendorf ab, der nach vier Jahren nicht wieder kandidierte.

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)