OSNABRüCK/CLOPPENBURG - Der Plan von Cloppenburgs Trainer Jörg-Uwe Klütz ist aufgegangen. Am Sonnabend machten seine Mannen erstmals seit Wochen hinten zu und siegten dank eines Treffers von Alket Zeqo bei der Reserve des VfL-Osnabrück mit 1:0 (siehe Bericht auf Seite 15). Wie wichtig der Dreier war, wurde gestern klar. Denn die ersten vier Verfolger des weiter auf Platz fünf der Fußball-Oberliga notierten BVC punkteten ebenfalls kräftig.

Da es – Spitzenreiter Holstein Kiel und den Zweiten SV Wilhelmshaven ausgenommen – Vorentscheidungen bei der Vergabe der Qualifikationsränge drei, vier und fünf kaum mehr geben dürfte, herrscht in der Liga weiter knisternde Spannung. Immerhin erstickten die Cloppenburger die zuletzt nach nur einem Zähler aus den Heimpartien gegen St. Pauli II (0:1) und Altona (1:1) aufgekommene Unruhe. Das nächste „Sechs-Punkte-Spiel“ wirft aber schon seine Schatten voraus. Am Sonnabend (16 Uhr) gastiert die gegen den BVC zumeist in Höchstform auflaufende Reserve von Hannover 96 an der Friesoyther Straße.

Da die Mannschaft in Osnabrück Fortschritte in puncto Konzentration und Ballsicherheit an den Tag legte, ist Optimismus angebracht. „Die erste Halbzeit war hervorragend. Allerdings haben wir aus unserer Überlegenheit einfach zu wenig Kapital geschlagen“, vermisste Klütz trotz allen Lobes abermals die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor. Umso erleichterter waren er und der sportliche Leiter Alfons Weusthof, dass das zuletzt obligatorische späte Gegentor ausblieb. Das war nicht zuletzt ein Verdienst der über 90 Minuten funktionierenden Viererkette. Dort scheint Mario Rodriguez als neuer Abwehrchef gesetzt zu sein.

Guerman Agac fand zum zweiten Mal in Folge keine Berücksichtigung (siehe Interview auf dieser Seite). „Guerman hat nicht so trainiert, dass ich den Eindruck bekommen musste, dass er unbedingt in die Mannschaft will“, stachelte Klütz den Türken, der gegen seinen Ex-Club 96 gerne auflaufen würde, an.