OSTERHOLZ-SCHARMBECK/CLOPPENBURG - Es scheint, als könne der BV Cloppenburg im Saisonendspurt doch noch eine sanfte Punktlandung hinlegen. Gestern beim 2:0-Arbeitssieg in der Fußball-Oberliga bei Absteiger VSK Osterholz-Scharmbeck (siehe Bericht auf Seite 16) jedenfalls ließ die Arbeitsauffassung des Personals von Trainer Jörg-Uwe Klütz – die Anfangsminuten ausgeklammert – keinen anderen Schluss zu.

Obwohl die direkte Regionalliga-Qualifikation zwei Runden vor Schluss sicher scheint, blieb Klütz in seiner für ihn typischen Art brav auf dem Teppich. „Das war es noch nicht. Jetzt haben wir aber unser Ziel erreicht und können am Freitag zu Hause gegen Oberneuland alles klar machen.“ Eine große Qualifikationssause nach der Partie gegen die in der Relegation antretenden Bremer ist aber nur dann angesagt, sollte dem aktuellen Fünften TuS Heeslingen tatsächlich keine Lizenz erteilt werden. Ansonsten könnten sowohl Heeslingen als auch die Reserve von Hannover 96 sonntags nachziehen und dem BVC noch gefährlich werden.

Derweil zeigte sich Klütz mit dem Auftritt seiner Mannen zufrieden. „Am Anfang hatten wir auch ein bisschen Glück. Dann hatten wir aber alles voll unter Kontrolle und haben hinten so gut wie nichts zugelassen. Im Tor der Cloppenburger stand überraschend Stefan Tilling. Stammkeeper Daniel Rothe hatte über Nacht ein Grippevirus flach gelegt. „Alle, die zuletzt nicht dabei waren, haben sofort reingefunden. Auf sie war Verlass“, lobte Klütz ausdrücklich auch Jan-Philipp Rose und Olaf Bock, der in der Spitze neben Alket Zeqo erneut überzeugte.

Mit der rapide gestiegenen Planungssicherheit kommt auf Cloppenburgs sportlichen Leiter Alfons Weusthof jetzt reichlich Arbeit zu. Zunächst gilt es, die Nachfolge des in zwei Wochen definitiv aussteigenden Denkmals Klütz („Ich werde im Verein vielleicht eine kleine Aufgabe übernehmen“) schleunigst zu regeln, damit der Neue auf der Bank Einfluss auf die Transferpolitik nehmen kann. Vielleicht muss der BVC gar nicht in die Ferne schweifen. Schließlich läuft Weusthofs Vertrag nur bis Saisonende. Und der ehrgeizige Meppener sieht sich, wie er immer wieder betont, in erster Linie als Trainer.