OSTERNBURG - Der Regen machte einen Strich durch die Rechnung. Das für Sonntag geplante Fußballspiel von ehemaligen Victoria-Kickern musste ausfallen. Dennoch hatten die früheren Victorianer beim Treffen anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Vereins, der 1995 mit „Glück auf“ und der Oldenburger Tennisinitiative zum GVO fusionierte, viel Spaß. Die rund 100 Gäste kamen in den Sportpark Osternburg.
Mit großem Interesse verfolgten sie den Rückblick der langjährigen Vereinswirtin Monika Barkemeyer vom ehemaligen „Drielaker Hof“ über die Zeit von 1911 bis heute. So erinnerte sie daran, dass die Gründer des SSV Victoria 1911 den ersten Sportplatz am Hemmelsbäker am Kanal am Sandplacken (heute Schwanenweg) bauten.
Ebenso berichtete sie vom Bombenangriff im Jahr 1943, als das Vereinslokal bis auf die Mauern abbrannte. Dabei wurden sämtliche Pokale und Unterlagen des Vereins vernichtet. Vorübergehend war der „Kleine Reuße“ an der Stedinger Straße das Vereinslokal. 1955 kehrte Victoria wieder in den neu erbauten „Drielaker Hof“ zurück. „Im Keller waren Umkleideräume und Duschen. Damals war es nicht üblich, sich nach den Spielen warm duschen zu können“, erinnerte sich Monika Barkemeyer.
Einiges berichtete sie auch aus der Chronik des früheren Victoria-Vorsitzenden Walter Barkemeyer. So zum Beispiel aus dem Jahr 1963, als Victoria vor 10 000 Zuschauern auf der legendären Kampfbahn an der Holler Landstraße den VfB Oldenburg mit 3:1 schlug. Auch eine kleine Ausstellung mit Bildern, Plakaten, Spielerpässen und weiteren Dokumenten erinnerte an die alten Zeiten. Am Ende stand für die alten Victorianer fest: „Ein solches Treffen gibts noch mal, und das Fußballspiel wird nachgeholt.“
