Oldenburg - Eigentlich lief beim Heimdebüt der Regionalliga-Volleyballerinnen des OTB alles wir erwartet: Die Oldenburgerinnen kämpften und spielten phasenweise gut mit – doch am Ende gewann die favorisierte Mannschaft des SCU Emlichheim II mit 3:1 (25:21, 25:17, 20:25, 25:17).
Dass es gegen das mit zahlreichen ehemaligen Zweitliga-Spielerinnen besetzte Team letztlich nicht zu einem Überraschungserfolg reichte, lag vor allem an der Aufschlagleistung. „Das war einfach unterirdisch“, ärgerte sich OTB-Außenangreiferin Kristin Kowollik nach der Partie.
„Wir haben in den ersten Sätzen bestimmt jeweils zehn Fehler gemacht, alle Spielerinnen – und das, obwohl wir nicht einmal volles Risiko gegangen sind“, erklärte Kowollik und ergänzte enttäuscht: „So kann man kein Spiel gewinnen – und gegen einen Gegner wie Emlichheim schon gar nicht.“
Erst zu Beginn des dritten Durchgangs gelang es den OTB-Frauen, ihre Fehlerquote deutlich zu reduzieren. Eine Aufschlagserie von Zuspielerin Lena Kohlmeier, die sich trotz Fingerblessur einsatzbereit gemeldet hatte, sorgte für eine schnelle 10:1-Führung.
Obwohl Sommer-Zugang Merle Hinrichsen sich verletzte (für sie rückte Kaya Roy in den Außenangriff), brachten die Oldenburgerinnen den Satz letztlich sicher nach Hause. Die geringe Fehlerquote hielten die Gastgeberinnen, die ihr erstes Spiel bei der BTS Neustadt 3:2 gewonnen hatten, im vierten Abschnitt jedoch nicht aufrecht, auch weil Emlichheim in der Lage war, noch einmal zuzulegen.
Vier Wochen haben die Oldenburgerinnen jetzt Zeit, um sich auf ihr nächstes Spiel beim VfL Oythe II vorzubereiten. Die lange Pause nach zwei Partien fühle sich an „wie eine zweite Saisonvorbereitung“, sagte OTB-Trainer Stephan Bauer. „Mit dem Spiel in Oythe geht unsere Saison dann richtig los“, erklärte der Coach und setzt darauf, die Personalprobleme bald hinter sich lassen zu können: „Bis Weihnachten spielen wir dann jedes Wochenende – ich hoffe, dass bis dahin alle Spielerinnen wieder richtig fit sind und wir dann richtig loslegen können.“
