Oldenburg/Durham - Vor wenigen Stunden hatte Mattis Wetzel noch den Qualifikanten Reuben Henry mit 6:2 und 6:3 besiegt, doch jetzt wurden Henry und sein Doppel-Partner Scott Macaulay dem Oldenburger Tennisspieler gefährlich. An der Seite von Michel Dornbusch, mit dem Wetzel derzeit an der Durham University (England) studiert, verlor er den ersten Satz des Halbfinals bei den britischen Uni-Meisterschaften mit 3:6.
Die beiden OTeVer, das topgesetzte Duo des Wettbewerbs, mussten den Einzug ins Endspiel nach gewonnenem zweiten Durchgang (6:4) im Champions-Tiebreak (10:7) sichern. Die kurze Episode war bei weitem der einzige Wackler, den Dornbusch bei den „BUCS Individual Championships“ zu überstehen hatte. Im Einzel holte er sich problemlos den Titel.
In fünf Begegnungen gab der Kapitän des OTeV-Zweitligateams nur 17 Spiele ab. Das Finale entschied die Nummer eins des Tableaus mit 6:1 und 6:2 gegen seinen Kommilitonen Kirill Sinitsyn für sich. Vor eineinhalb Wochen hatte Durham bereits den Mannschafts-Titel gewonnen.
Wetzel wäre ein erwartbarer Endspiel-Gegner für Dornbusch gewesen. Doch der an vier Gesetzte spielte im Halbfinale „ziemlich schlecht“, wie er zugab. Er unterlag Sinitsyn 6:7, 6:4 und 4:6. „Das war einfach nicht mein Tag. Das passiert, dafür lief es im Doppel wieder deutlich besser“, sagte Wetzel.
Auf Dornbuschs Einzel-Erfolg folgte das Doppel-Endspiel gegen die an Zwei gesetzten Peter Ashley/Nick Eeckelaers. Mit 6:2 und 6:1 machten die OTeVer kurzen Prozess. Während Dornbusch nun zehn Tage in Andalusien als Trainer arbeitet und parallel trainiert, „werde ich zwei bis drei Wochen keine Schläger anfassen und dann direkt anfangen, auf Sand zu trainieren“, sagte Wetzel.
