Oldenburg/Hamburg - Mit einem sicheren Auswärtserfolg beim Hamburger Polo Club hat der Oldenburger TeV den Klassenerhalt in der Tennis-Regionalliga frühzeitig so gut wie perfekt gemacht. Dank des 5:1 am Sonntag an der Elbe kann das Team von Trainer Daniel Greulich nur noch rein theoretisch eingeholt werden.
Michel Dornbusch (26) bezwang im Spitzenspiel den Hamburger Nico Matic (25) 6:3, 3:6, 10:8. „Michel hat wieder mal im dritten Satz ein knappes Ergebnis erfolgreich gestaltet – und das nach 2:5-Rückstand“, lobte Greulich seinen Kapitän. „Er hat nur einmal kurz gewackelt: Mitte und Ende des zweiten Satzes.“
Mattis Wetzel bekam es mit einem „bestens aufgelegten Wolfgang Schranz“ (Greulich) zu tun. Der 40-jährige Österreicher, der im Jahr 1998 die Nummer 136 der Welt war, bezwang den 13 Jahre jüngeren Oldenburger 6:4, 6:4. „Der spielt’s halt immer noch richtig, richtig gut“, meinte der OTeV-Coach anerkennend.
An den Positionen drei und vier, an denen erneut Jonas König (27) und Tillmann Erdbories (19) zum Zuge kamen, hatten die Gäste Punkte eingeplant. „Jonas musste gewinnen, war hochfavorisiert“, stellte Greulich klar. Das tat König gegen den 28-jährigen Dennis Matic (6:3, 6:4). Für Erdbories sei es nicht leicht gewesen, „weil er erstmalig in der Favoritensituation war auf dem Papier“. Gegen Alexander Roggenkamp (23) setzte sich der OTeVer 6:3, 6:4 durch.
„Wir müssen ein Doppel gewinnen, um sicher zu sein“, sagte Greulich nach der 3:1-Führung. Etwa eine Stunde später zeigte er sich entzückt vom Gesehenen. Dornbusch und Erdbories (6:2, 6:3 gegen Nico Matic/Roggenkamp) und noch mehr Wetzel und König (6:1, 6:1 gegen Schranz/Dennis Matic) hatten sich in einen Rausch gespielt. „Ich habe selten so aggressive und heiße Doppel gesehen. Insbesondere Mattis und Jonas waren wie ausgewechselt“, lobte Greulich
Der OTeV (aktuell 4:4 Punkte, 14:10 Matchpunkte) muss in den beiden verbleibenden Spielen noch zwei einzelne Duelle gewinnen, um selbst letzte Zweifel am Ligaverbleib zu beseitigen. Zwei Matchpunkte wären nötig, wenn der Tabellenvorletzte Wahlstedt (0:8, 3:21) gegen den nun als Absteiger feststehenden Polo Club (0:10, 5:25) sowie Suchsdorf jeweils 6:0 gewinnt.
Da Ligaprimus Club an der Alster (8:0, 18:6) und Lehrter SV (8:2, 21:9) ihre Duelle am Samstag gewannen, ist seit diesem Wochenende ganz klar, dass der OTeV nach drei Triumphen in Serie in diesem Winter nicht mehr die Nordostdeutsche Meisterschaft holen kann. Die beiden Spitzenteams treffen nämlich beim Saisonfinale aufeinander, so dass wenigstens eine Mannschaft vor den Oldenburgern bleiben wird.
