OVELGöNNE - Unglaublich – aber wahr. Da führt der SC Ovelgönne in de Fußball-Kreisliga V im Duell der Neuling vor eigenem Publikum nach 21 Minuten mit 2:0, nach der Pause verabschieden sich allmählich drei Gästespieler nach Ampelkarten und am Ende siegt der Gast mit 3:2 (0:2). „Wie konnten wird dieses Spiel noch aus der Hand geben“, zeigte sich Trainer Ralf Decker sehr verärgert. Denn diese Punkte gegen Wahnbek waren eigentlich eingeplant. Und nun kommt an diesem Sonnabend, passend zum Pferdemarkt, der SV Brake II zum Derby. Der Nachbar hat in den letzten beiden Spielen nach 1:3-Rückständen noch ein 3:3 erreichen können.
Es sieht nicht gut aus für den SC Ovelgönne, der als einzige Mannschaft in der Kreisliga V noch ohne Sieg ist und mit einem Zähler aus fünf Spielen das Schlusslicht ist.
Dabei fing alles so gut an. Gästetorwart und Libero waren sich nicht einig, Ronny Bartels geht dazwischen und schiebt den Ball zum 1:0 ins leere Tor (19.). Nur zwei Minuten später bringt Bartels einen Freistoß herein, den Daniel Hämsen zum 2:0 einköpft. Trotz der Führung war die Partie, aber der Gastgeber nutzt seine Möglichkeiten besser. Kurz vor der Pause änderte sich dies, denn Bartels traf aus kurzer Distanz das leere Tor nicht sondern nur die Latte. Ein 3:0 wäre wohl die Vorentscheidung gewesen
Nach der Pause war die Führung schnell wieder dahin. Christian Witthuhn kam im Sitzen (!) per Kopf an den ball und traf – 1:2 (49.). Nur vier Minuten später ist Sergej Müller völlig frei und gleicht für Wahnbek aus. Nun ist es der Gast, der cleverer spielt und in der 70. Minute das 3:2 durch Kevin Janssen per Nachschuss erzielt. Das reicht, denn trotz allmählich immer größer werdender Überzahl fällt Ovelgönne im Angriff nichts mehr ein.
SCO: Thiele; Haase, Müller, Klostermann, M. Koch, Czerny (39. Paul), Feldmeier, Hämsen, Thomas, Bartels, Iren (75. M. Kwiatkowski).
Tore: 1:0 Bartels (19.), 2:0 Hämsen (21.), 2:1 Witthuhn (49.), 2:2 Müller (53.), 2:3 Janssen (70.).
Gelb-Rote Karten für Helm (50.), Schulz (77.) und Weinz (90., alle TuS).
