Oldenbrok/Ovelgönne - Es müsste schon vieles schiefgehen, wenn es anders kommen sollte: Die Korbballerinnen des Ovelgönner TV können am Sonntag in Bremen-Findorff (Nürnberger Straße) ihre herausragende Saison in der Bundesliga Nord krönen und erstmals das Ticket zur Deutschen Meisterschaft lösen. Vor den letzten vier Spielen und dem vorletzten Spieltag der regulären Saison haben sie ebenso wie der Tabellenführer und Deutsche Meister SG Findorff Bremen acht Punkte Vorsprung vor dem vierten Platz. Ein Pünktchen fehlt noch. Die ersten drei Teams der Staffel qualifizieren sich für die deutschen Titelkämpfe am 6. und 7. Mai in Bergrheinfeld.
Spitzenspiel
Um 12.36 Uhr messen sich die Ovelgönnerinnen mit Findorff – ein Spiel, in dem es auch um den Staffelsieg geht. Um 15.12 Uhr spielen sie gegen den Tabellenfünften TuS Sudweyhe. „Beide Mannschaften werden uns Feuer unter dem Hintern machen“, meint Ovelgönnes Trainerin Tanja Buse.
„Voller Motivation“ werde das Team in den Spieltag gehen, verspricht Ovelgönnes Spielerin Tessa Wefer. Weil die Mannschaft nichts dem Zufall überlassen will, hat sie mit den Trainerinnen Katja Binsch und Buse laut Wefer auch zuletzt noch mal an der Technik und am Passspiel gearbeitet.
Wefer vermutet, dass die Zuschauer zwei offene Spiele sehen werden. Die Korbfrauen der Gegnerinnen seien gut aufgelegt, sagt sie. Allerdings: Auch Ovelgönne ist in Topform. „Wir haben in dieser Saison gut zusammengespielt und hatten viel Spaß“, sagt Wefer. „Außerdem haben sich unsere jüngeren Spielerinnen gesteigert.“ Ihre Trainerin Buse sieht es ähnlich. „Wir sind als Team gereift. Alle wissen, wo sie stehen müssen.“
Eine Leistungssteigerung benötigen auch Ovelgönnes Kreisrivalinnen vom Oldenbroker TV. Das meint jedenfalls Trainerin Yvonne Fehner. Der Tabellenvorletzte kämpft um den Klassenerhalt. Die Oldenbrokerinnen sind mit 4:12 Zählern punktgleich mit Schlusslicht Jahn Brinkum. Sie spielen um 11.44 Uhr gegen Sudweyhe (5:11 Punkte) und um 14.20 Uhr gegen den Tabellendritten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst (9:7 Punkte).
Chancen nutzen
Oldenbroks Trainerin sagt, dass sie vor dem vorletzten Spieltag optimistisch sei. Sie hofft, dass ihr Team mindestens zwei Punkte einfährt. „Wir sind konditionell gut drauf, und unsere Abwehr ist beweglich“, sagt sie.
Im Vergleich zum vorigen Spieltag müssten ihre Spielerinnen allerdings die Chancen nutzen und von Beginn an präsent sein. Die Spiele gegen Stöcken und Ovelgönne habe ihr Team jeweils in den ersten zehn Minuten verloren.
Doch die Trainerin ist von der Stärke ihrer Spielerinnen überzeugt. Bisher hätten sie diese aber nur zu selten abgerufen. Das sei eine Kopfsache, meint sie. Es ist Zeit, das zu ändern. Fehner: „Wir sind guter Dinge.“
