OYTEN - Hätte die HSG Hude/Falkenburg in jedem Spiel 33 Treffer erzielt, hätte sie lediglich zwei Partien in der gesamten Saison verloren. Die starke Offensivausbeute mit eben jenen 33 Toren half den Drittliga-Handballerinnen im Auswärtsspiel beim TV Oyten allerdings nicht viel, denn das Team verlor mit 33:45 (14:20). Die Enttäuschung über die Niederlage beim Tabellendritten hielt sich allerdings in Grenzen.
„Wir hatten versucht, mit den starken Gastgebern ein wenig mitzuhalten. Teilweise ist uns das ganz gut gelungen. Aber Oyten ist im Angriff so stark, dass sie die eigenen Abwehrfehler gut verschmerzen können“, sagte HSG-Trainer Werner Rohlfs, der in der kommenden Spielzeit mit seiner Mannschaft bekanntlich wieder eine Klasse tiefer an den Start gehen wird.
Schon in den ersten Minuten konnten sich die Besucher in der Oytener Sporthalle an der Pestalozzistraße über mangelnde Angriffsbemühungen beider Teams nicht beschweren. Die Tore fielen wie reife Früchte, und schon nach zehn Minuten hieß es 10:6 für den hohen Favoriten, der auch das Hinspiel deutlich mit 40:29 gewonnen hatte. Die HSG hielt den Rückstand eine ganze Zeit lang in einem erträglichen Rahmen und konterte ein ums andere Mal erfolgreich. Im ersten Abschnitt lag Hude/Falkenburg mit 10:14 (14.) und 13:17 (24.) hinten, erst kurz vor der Halbzeit wurde es beim 14:20 etwas deutlicher.
Die Angriffslust ließ auch nach Wiederbeginn nicht nach. Auf beiden Seiten wurde mit offenem Visier weitergespielt. Der Kräfteverschleiß machte sich bei der HSG irgendwann aber bemerkbar, und so zog Oyten nach 47 Minuten erstmals mit zehn Toren davon (35:25). Hude/Falkenburg ließ sich jedoch nicht beeindrucken und brach in der Schlussviertelstunde nicht komplett ein, wenngleich das 33:45 alles andere als eine knappe Pleite darstellt.
„Die Höhe der Niederlage hätte nicht sein müssen. Oyten ist aber eine starke Mannschaft, da hatten wir erwartungsgemäß Schwierigkeiten mitzuhalten“, stellt Rohlfs das Resultat ins rechte Licht.
Desiree Görzel nutzte die Lücken am Kreis clever aus und kam zu fünf Toren. Zudem ließen es Mareike Zetzmann (9) und Janna Müller (8) regelmäßig aus der Distanz krachen. Die fünf Mal erfolgreiche Anja Mühlbach überzeugte ebenfalls und setzte sich mehrmals in Eins-gegen-eins-Situationen durch.
Am letzten Spieltag möchte sich die HSG an diesem Sonnabend (17 Uhr) gegen den Tabellensiebten TSV Owschlag möglichst mit einem Sieg aus der Liga verabschieden.
