Stuttgart/Oldenburg - Zum ersten Mal seit 32 Jahren ist Chile an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) wieder Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. 1982 waren die Mannschaften im bislang letzten Vergleich bei der WM-Vorrunde in Spanien aufeinandergetroffen.
Mit 4:1 gewann die vom damaligen Bundestrainer Jupp Derwall betreute deutsche Mannschaft am 20. Juni 1982 in Gijon gegen die Südamerikaner. Nach drei Toren von Karl-Heinz Rummenigge erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Bremer Uwe Reinders auf 4:0, ehe Gustavo Moscoso der Ehrentreffer gelang.
Für die Chilenen stand nach dieser Pleite das WM-Aus fest, das erste Gruppenspiel hatte das Team mit 0:1 gegen Österreich verloren.
Im deutschen Lager begann nach dem Sieg gegen Chile das große Rechnen, das zum wohl übelsten Auftritt in der deutschen Länderspiel-Geschichte führte: Vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Österreich war klar, dass die DFB-Elf (diese hatte das erste Spiel gegen Algerien mit 1:2 verloren) mit einem knappen Sieg gegen den südlichen Nachbarn die zweite Runde erreichen würde. Ein solches Ergebnis würde auch Österreich zum Weiterkommen reichen. Nachdem Horst Hrubesch die deutsche Elf früh mit 1:0 in Führung gebracht hatte, schoben sich die deutschen Spieler bei der „Schande von Gijon“ 80 Minuten lang in der Abwehr den Ball zu. Die Österreicher verzichteten darauf, anzugreifen – sie waren bei dem Stand ja ebenfalls weiter. Leidtragender war Algerien, das aufgrund der schlechteren Tordifferenz ausschied.
