PEHEIM - Brisantes Gemeindederby: An diesem Donnerstagabend empfangen die Bezirksliga-Fußballer des SV Peheim den SV Molbergen. Peheims Spielertrainer Dirk Loyko hofft, dass 500 bis 600 Zuschauer die Arena am Fernsehturm füllen werden, wenn die Partie um 19.30 Uhr angepfiffen wird.
Schließlich geht es im Molberger Gemeindederby, das die Peheimer Verantwortlichen gerne als „Spiel der Spiele“ bezeichnen, ums Prestige. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das ein Spiel wie jedes andere ist“, sagt Loyko.
Doch die Tatsache, dass das Spiel ein Lokalderby ist, rückt am Gründonnerstag in den Hintergrund. Schließlich stecken beide Mannschaften mitten im Abstiegskampf. „Eigentlich müssen beide Teams gewinnen“, sagt Molbergens Trainer Martin Sommer. „Aber wir stehen wohl noch mehr unter Druck.“
Damit hat er zweifelsohne Recht: Peheim belegt mit 16 Punkten den ersten Abstiegsplatz, Molbergen mit 19 Punkten den ersten Rang, der zum Klassenerhalt reicht. Allerdings haben die Molberger schon 25-mal gespielt, die Peheimer dagegen erst 22-mal. „Ein Punkt ist für Molbergen zu wenig, zumal wir das weitaus leichtere Restprogramm haben“, meint auch Loyko.
Welche Auswirkungen das auf Molbergens Taktik hat, kann er nur vermuten. Sommer will vorab nichts preis geben. „Wie wir spielen werden, bespreche ich ausschließlich mit meinen Spielern. Es führen viele Wege nach Rom. Wir müssen einen finden.“
Loyko kann sich durchaus vorstellen, dass die Molberger von Beginn an vorne draufgehen werden. „Die wissen, dass wir hinten schnell mal verunsichert sind.“ Doch es spreche ebenfalls viel dafür, dass die Gäste mit ihrer Lieblingstaktik ins Spiel gehen und Beton anrühren werden. Letztlich, sagt Loyko, werde wohl eine Einzelaktion den Ausschlag geben. Schließlich hätten beide Teams im spielerischen Bereich große Probleme.
Indes klingt Molbergens Trainer Sommer fast demütig, wenn er über den Gegner spricht. „Ich habe Peheim beim 5:3 in Bakum gesehen. Das ist ein richtig gutes Team, das mit der Verpflichtung von Maxim Langletz und Robert Plichta noch mal einen Quantensprung gemacht hat.“ Sommer zählt Peheims Sturmduo zu den fünf besten Angriffsreihen der Liga.
Plichta wird zunächst wohl auf der Bank Platz nehmen. Er hat Oberschenkelprobleme. Dagegen wird Langletz versuchen, seine Galavorstellung aus der letzten Woche zu wiederholen. Gegen Bakum traf er viermal. „Maxim hat viel Selbstbewusstsein getankt. Er wird sich mit Jürgen Stjopkin heiße Duelle liefern“, sagt Loyko und lobt Molbergens Verteidiger über den grünen Klee. Der sei in der Bezirksliga einer der besten seiner Zunft.
Dass die Trainer versuchen, sich mit Lobhudeleien für den Gegner zu überbieten, dürfte den Spielern egal sein. „Die sind heiß“, sagt Loyko. „Allerdings müssen wir unsere Emotionen in die richtigen Bahnen lenken. Gegen Barßel und Emstek sei seine Mannschaft doch „zu krawallig“ aufgetreten und habe sich damit selbst ein Bein gestellt.
Und Loyko weiß, dass die Molberger aufgrund ihrer Routine hitzige Situationen lieben. Beim 0:2 gegen Damme zeigten sie zudem, dass sie auch mit den Besten der Liga mithalten können. „Wir spielen zurzeit richtig gut“, sagt Sommer. „Allerdings hat sich das Glück ein bisschen von uns abgewendet.“ Sollte sich das in Peheim nicht ändern, „wird es für uns haarig“.
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