PESARO - Besser kann man nicht in eine Europameisterschaft starten: Mit sechs von acht möglichen Titeln – vier im Einzel und zwei in der Mannschaftswertung – haben die Athleten des Friesischen Klootschießerverbandes zum Auftakt der EM in Pesaro/Italien für einen goldenen Freitag gesorgt.
Dabei gab es beim Standkampf der Männer im Kloot, der als „Neun-Stunden-Marathonveranstaltung“ unter praller Sonne den Aktiven und Zuschauern alles abverlangte, einen Machtwechsel: Thore Fröllje aus Grabstede, der sich bei der EM 2008 in Cork/Irland noch mit Silber hinter Frank Goldenstein (Blomberg) zufrieden geben musste, revanchierte sich beim Ostfriesen (10. mit 231,25 m) und wurde mit einer lupenreinen Serie (darunter der weiteste Wurf des Tages: 89,05 m) und einer Gesamtweite von 259,60 m Europameister. „Innerlich habe ich schon damit gerechnet, weil ich viel trainiert habe“, gab der Friese hinterher diebisch lächelnd zu.
Derweil geriet der „Turm von Spohle“, Jens Stindt, kurzzeitig sogar ins Wanken. Zu Tränen gerührt nahm auch der Rosenberger die Glückwünsche seiner Teamkameraden und unzähliger FKV-Anhänger entgegen. „Das ist die Krönung eines tollen Wettkampfes“, freute sich der Vize-Europameister, der als Startwerfer hervorragend für seine Mannschaft vorgelegt hatte (248,4 m). Lachender Dritter wurde Detlef Müller (Mentzhausen). Der 42-jährige Routinier brachte drei technisch blitzsaubere Würfe übers Sprungbrett und sicherte sich völlig überraschend Bronze (247,5 m). Klar, dass am Ende der Mannschaftstitel mit beruhigendem Vorsprung erneut an den FKV ging.
Bei den Frauen hatte zuvor FKV-Starterin Anke Redelfs aus Esens (170,85 m) die vierfache Europameisterin Ute Uhrbook aus Schleswig-Holstein (2. mit 167,7 m) abgelöst.
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