Hooksiel/Roffhausen - Amtstierärzte des Zweckverbands Veterinäramt Jade-Weser haben sowohl am Freitag als auch bei den Veranstaltungen am Sonnabend und Sonntag das „Rodeo America“ auf der Jaderennbahn Hooksiel auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz kontrolliert. Verstöße haben die Veterinäre nicht festgestellt.

„Die Tiere sind nach ihrem Auftritt sofort wieder ruhig und sie gehen zum Start freiwillig in ihre Starbox“, sagte Dr. Andreas Graf, stellvertretender Geschäftsführer des Veterinäramts, auf Nachfrage der NWZ .

Am Freitag hatten die Tierärzte den kompletten Betrieb besichtigt und seien überrascht gewesen, dass Bullen und Pferde gemeinsam entspannt auf der Weide stehen.

„Beim Rodeo selbst werden weder Pferde noch Bullen zuschanden geritten“, hat Graf festgestellt. Selbst der Stress durch den Einsatz im Rodeo halte sich stark in Grenzen, die Bullen und Pferde seien nach ihrem Auftritt sofort wieder ruhig. Auch in der Startbox haben die Veterinäre keinen übermäßigen Stress bei den Tieren beobachten können.

„Die Bullen sind neun und sieben Jahre alt und schon seit Jahren bei der Rodeo-Show dabei – so alt werden Bullen sonst nicht“, sagte Graf. Auch die Pferde seien bereits seit Jahren im Einsatz.

Wie berichtet, hatten Tierschützer massiv kritisiert, dass die Rodeo-Pferde und -Bullen gequält würden. Laut Veterinäramt Jade-Weser sei das in Hooksiel nicht zu beobachten gewesen.

Es habe nur eine unschöne Situation gegeben, als ein Bulle in der Startbox den Kopf gesenkt habe und durch Piesacken genötigt wurde, den Kopf hochzunehmen, berichtete Graf. Doch auch das sei im Rahmen des Vertretbaren geblieben.

Das Veterinäramt wird auch in dieser Woche und bei den nächsten beiden Shows am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. August, die Veranstaltung und den Betrieb überwachen – laut Anweisung des für Tierschutz zuständigen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz müssen Rodeo-Veranstaltungen rund um die Uhr kontrolliert werden.