Hude - Eine gewisse Erleichterung war schon spürbar: Nach der Auftaktniederlage eine Woche zuvor im Spitzenspiel gegen den VfL Stade gelang den Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg am Sonntagnachmittag der erste Saisonsieg. Beim Aufsteiger FC Schüttorf 09 setzte sich die Mannschaft von HSG-Trainer Dean Schmidt nach anfänglichen Problemen noch deutlich mit 31:21 (13:11) durch. „Wir haben die Pflichtaufgabe erfüllt“, fasste Schmidt das Ergebnis zusammen, ohne dabei in Euphorie zu verfallen.
Der Favorit erzielte zwar gleich durch Mareike Zetzmann und Janna Müller die ersten beiden Treffer des Spiels zur 2:0-Führung. „Dennoch haben wir uns anfangs schwer getan“, berichtete Schmidt. Das lag zum einen daran, dass die Gastgeberinnen ihre Angriffe sehr lange ausspielten, „ums uns einzuschläfern“, so der HSG-Coach. Zum anderen mussten sich seine Spielerinnen aber auch an den Ball gewöhnen, da in Schüttorf ohne Backe (Haftmittel) gespielt wird. So glichen die Gastgeberinnen nicht nur zum 3:3 (5. Minute) aus, sondern gingen wenig später auch mit 4:3 (8.) und 7:5 (13.) in Führung.
Danach fing sich Hude/Falkenburg aber allmählich. Mit drei Toren in Folge rückten Zetzmann, Saskia Petersen und Jessica Galle die Verhältnisse wieder zurecht, wenig später traf Zetzmann per Siebenmeter zum 11:8 für Hude/Falkenburg (20.).
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst ein zähes Ringen: Die HSG legte immer mal wieder einen Vier-Tore-Vorsprung vor und lag durch einen Treffer von Neuzugang Kerstin Janßen zwischenzeitlich sogar mit 21:16 in Führung (40.). Doch Schüttorf ließ sich nicht abschütteln und kam eine Viertelstunde vor Schluss wieder auf 19:21 heran. „In der entscheidenden Phase hatten wir aber die größeren Reserven, konnten so das Tempo hochhalten und davonziehen“, sagte Schmidt. Die sechsfache Torschützin Ashley Butler, die vorwiegend von der Rechtsaußenposition oder über Gegenstöße traf, erzielte das 24:19 (52.) und war auch für die letzten beiden HSG-Treffer zum 31:21-Endstand verantwortlich.
