Abbehausen - Während die einen den Sonntagnachmittag für einen Spaziergang durch die sonnige Winterlandschaft nutzten, fieberten im neuen Brauhaus von Gastwirt Udo Venema gut 70 Fans der Fischtown Pinguins mit dem Bremerhavener Eishockeyteam.
Als Aufsteiger zeigte die Mannschaft in dieser Saison bis jetzt überraschend viel Spielstärke und belegte vor der Partie am Wochenende bereits Platz neun in der Deutschen Eishockey-Liga. Um so spannender war die erste Live-Übertragung des Pinguins-Spiels in Abbehausen gegen die Berliner Eisbären. Die beiden Mannschaften lieferten sich in der ausverkauften Bremerhavener Eisarena einen knallharten Kampf.
In einem spannenden Spiel, dessen Ausgang bis zum Schluss offen blieb, setzten sich die Bremerhavener letztlich mit 4:3 durch. All das konnten die Fischtown-Fans in Abbehausen auf einer Großbildleinwand mit zweieinhalb mal vier Metern fast hautnah verfolgen. Entsprechend gut war die Stimmung in dem Brauhaus, zumal Andrew McPherson, ein Spieler aus der Bremerhavener Erstliga-Mannschaft, vor Ort war, um Fragen der Fans zu beantworten und Autogramme zu geben.
„Jedes Spiel ist jetzt wichtig, und wir müssen unseren Vorsprung von sechs Punkten auf die Abstiegsränge vergrößern“, sagte der Spieler mit der Trikotnummer 79, der im fünften Jahr als Stürmer für die Pinguins im Einsatz ist, zum Spielbeginn. Und dass es sich bei dem derzeit überall diskutierten Wechsel nach Regensburg lediglich um ein Gerücht handele. „Ich liebe meinen Verein. Ich will hier bleiben“, versicherte der 37-jährige Deutsch-Kanadier, der am Sonntag auch seinen Sohn Tyger mit nach Abbehausen gebracht hatte. Der Sechsjährige spielt seit drei Jahren Eishockey und ist derzeit in der Bremerhavener Nachwuchsmannschaft U10.
Man mag es glauben oder nicht: Bereits nach dem ersten Spieldrittel sagte der Profi-Stürmer Andrew McPherson das Endergebnis exakt voraus. Nach ihrem verdienten Sieg stehen die Fischtown-Pinguins in der DEL-Tabelle jetzt auf Platz acht vor den Berlinern. Ihr Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz beträgt damit neun Punkte. Das ist natürlich ein Grund für die vielen Fans, um zu jubeln und zu hoffen, dass es weiter so auf dem Weg in die Pre-Playoffs geht.
Sehr zufrieden zeigte sich auch Udo Venema, der von den vielen Fans mit ihren Pinguins-Trikots, -Käppis, -Fahnen, -Schals und -Maskottchen in der Brauerei ganz überrascht war. „Ich hätte nie gedacht, dass so viele kommen. Ich dachte eher, wir starten mal und sehen dann, wie sich das weiterentwickelt“, sagte der Abbehausener Gastronom.
Udo Venema erzählte darüber hinaus, dass das Abbehauser Brauhaus bisher sehr gut von den Nordenhamern angenommen werde. Die Karten für den Silvesterabend 2017 seien bereits jetzt ausverkauft.
